Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Trauer um verstorbenen Pontifex

Politiker trauern um Papst Franziskus

Von J.D. Vance und König Charles III. über Friedrich Merz bis zu Emmanuel Macron und Israels Präsident Isaac Herzog: Die Weltpolitik verneigt sich vor Papst Franziskus.
Vance und Franziskus
Foto: Imago | Nur einen Tag vor seinem Tod ein finaler Gast: US-Vizepräsident J.D. Vance war der letzte Staatsgast, den Papst Franziskus zu Lebzeiten empfing.

Papst Franziskus ist tot - um 7 Uhr 35 am Ostermontag verstarb der argentinische Pontifex. Nicht nur Millionen Gläubige trauern um den verstorbenen Papst - auch die Weltpolitik kondoliert, angefangen mit Franziskus' finalem Besucher.

Kurz vor dem Ostersegen empfing Papst Franziskus am Sonntag für wenige Minuten den amerikanischen Vizepräsidenten JD Vance. Dieser schrieb nach der Todes-Nachricht auf X: „Ich habe gerade vom Tod von Papst Franziskus erfahren. Mein Herz ist bei den Millionen von Christen in der ganzen Welt, die ihn geliebt haben. Ich habe mich gefreut, ihn gestern zu sehen, obwohl er offensichtlich sehr krank war.“ Wenig später reagierte das Weiße Haus auf den Tod von Papst Franziskus mit einer knappen Botschaft:  „Ruhe in Frieden, Papst Franziskus“, hieß es in der Mitteilung in Washington am Ostermontag. 

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Auch der britische König Charles III.  hat mit großer Trauer auf den Tod von Papst Franziskus reagiert. „Seine Heiligkeit wird in Erinnerung bleiben für sein Mitgefühl, sein Bemühen um die Einheit der Kirche und seinen unermüdlichen Einsatz für gemeinsame Anliegen aller Gläubigen“, sagte Charles laut Mitteilung des Palastes. „Durch sein Wirken und seine Fürsorge für Mensch und Erde hat er das Leben unzähliger Menschen tief berührt.“ Der britische König und seine Frau, Königin Camilla,  waren im April in Italien zu einem Staatsbesuch zu Gast und trafen auch den Papst.

Merz und von der Leyen: Franziskus hat "Millionen von Menschen inspiriert"

Der designierte Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz zeigt sich ebenfalls bestürzt über den Tod des Papstes. „Der Tod von Papst Franziskus erfüllt mich mit großer Trauer. Franziskus wird in Erinnerung bleiben für seinen unermüdlichen Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft, für Gerechtigkeit und Versöhnung. Demut und der Glaube an die Barmherzigkeit Gottes leiteten ihn dabei. Damit berührte der erste Lateinamerikaner auf dem Heiligen Stuhl Menschen weltweit und über Konfessionsgrenzen hinweg. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Gläubigen weltweit, die ihren Heiligen Vater verloren haben. Möge er in Frieden ruhen.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den verstorbenen Papst Franziskus gewürdigt. Der Pontifex habe mit seiner „Demut und seiner reinen Liebe für die weniger Glücklichen (...) Millionen Menschen weit über die katholische Kirche hinaus inspiriert“, schrieb von der Leyen am Sonntag im Onlinedienst X: „Meine Gedanken sind bei allen, die diesen schweren Verlust spüren“, schrieb von der Leyen weiter und ergänzte: „Möge ihnen der Gedanke Trost spenden, dass das Vermächtnis von Papst Franziskus uns alle weiterhin zu einer gerechteren, friedlicheren und mitfühlenderen Welt führen wird.“

Macron und Herzog:"Unterstützer der Armen" und "Mahner des Friedens"

Papst Franziskus hat sich dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zufolge während seines gesamten Pontifikats stets an die Seite der Schwächsten und Zerbrechlichsten gestellt. Dies habe Franziskus mit großer Bescheidenheit getan. „In dieser Zeit des Krieges und der Brutalität hatte er ein Gespür für den Anderen, für die Schwächsten“, sagte Macron vor der Presse.

Der israelische Präsident Isaac Herzog hat den verstorbenen Papst Franziskus als einen Mann des „tiefen Glaubens, des Friedens und des Mitgefühls“ gewürdigt. Er habe sein ganzes Leben „der Unterstützung der Armen und dem Ruf nach Frieden in einer unruhigen Welt“ gewidmet, schrieb Herzog auf X über Franziskus in einer Kondolenzbotschaft an die christliche Welt und ihre Gemeinden im Heiligen Land. „Ich hoffe aufrichtig, dass seine Gebete für Frieden im Nahen Osten und für die sichere Rückkehr der Geiseln (im Gazastreifen) bald erhört werden.“

(DT/sta/ mit Material von dpa)

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