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Papst ruft zur weltweiten Ächtung der Leihmutterschaft auf

Beim Neujahrsempfang des Diplomatischen Corps fordert der Heilige Vater Schutz und Achtung für das Leben und die Menschenrechte.
Papst Franziskus hält Ansprache vor diplomatischem Corps
Foto: IMAGO/IPA/ABACA (www.imago-images.de) | Die Praxis der „sogenannten Leihmutterschaft“ verletze die Würde der Frau und des Kindes schwer und sei daher zu verwerfen, so Papst Franziskus.

Das menschliche Leben nicht zum „Objekt der Kommerzialisierung“ machen: In seiner Neujahrsansprache an die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten hat Papst Franziskus am Montagmorgen für ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft geworben. „Ein Kind ist immer ein Geschenk und niemals ein Vertragsgegenstand“, so der Pontifex zu den versammelten Botschaftern. 

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Die Praxis der „sogenannten Leihmutterschaft“ verletze die Würde der Frau und des Kindes schwer und sei daher zu verwerfen. Das menschliche Leben müsse in jedem Moment seiner Existenz bewahrt und beschützt werden, stellte Franziskus mit Sorge in Hinblick auf die sich ausbreitende „Kultur des Todes“ fest. Diese sondere „im Namen eines vorgetäuschten Mitleids Kinder, Alte und Kranke“ aus, deutete Franziskus an, ohne dabei die in mehreren Ländern Europas herrschende Debatte um assistierten Suizid und Euthanasie explizit zu benennen. 

Papst fordert „Waffenstillstand an allen Fronten“

Beim traditionellen Neujahrsempfang der akkreditierten Diplomaten sprach Papst Franziskus am Montagvormittag etwa eine Dreiviertelstunde lang auf Italienisch und thematisierte dabei insbesondere die auf der Welt herrschenden „Konflikte und Spaltungen“. Er rief zu einem „Waffenstillstand an allen Fronten“ auf und warnte davor, dass sich der „Dritte Weltkrieg in Stücken“ langsam „in einen echten globalen Konflikt“ verwandle.

Der „Weg des Friedens“, den der Heilige Vater skizzierte, erfordere die Achtung des menschlichen Lebens und der Menschenrechte. Letztere seien in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als rational einleuchtende und allgemein anerkannte Grundsätze formuliert. Der Papst bezeichnete den Versuch, neue Rechte einzuführen, die zum Beispiel auf der Gender-Theorie beruhen, erneut als ideologische Kolonisierungen. Diese würden nicht der Schaffung von Frieden dienen, „sondern führen vielmehr zu Wunden und Spaltungen zwischen den Staaten“. DT/fha

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