Synodaler Weg

Initiative „Neuer Anfang“ dankbar für Klarstellung des Theologen Striet

Nun ist es doch ein Schisma. Die Initiative „Neuer Anfang“ bezieht Stellung zum Beitrag von Magnus Striet. Die Ehrlichkeit wird gewürdigt. 
Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Foto: Arne Dedert (dpa) | Georg Bätzing, der immer die Existenz eines Schismas bestreitet, wurde jetzt vom Lehramt der Theologen korrigiert. Magnus Striet stellte das Schisma fest.

„Wir sind Magnus Striet sehr dankbar für diese Offenheit und Klarstellung, da wir als Initiative bereits seit über einem Jahr wiederholt auf die schismatischen Tendenzen des Synodalen Weges hingewiesen haben“, schreibt die Initiative „Neuer Anfang“ in einer Pressemeldung. Der Freiburger Theologe Magnus Striet hatte in einem Beitrag auf „katholisch.de“ festgestellt, das Schisma sei längst da, ob nun „institutionell vollzogen“, sei Striet zufolge nachrangig. Die innere Ablösung der Katholiken von dem, was „angeblich als verbindlich zu glauben vom Lehramt der römisch-katholischen Kirche vorgegeben wird“, sei in seinen Augen längst nicht mehr zu kitten, aber auch nicht schlimm, sondern vielmehr „der Geschmack der Freiheit“, schreibt Striet.

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Warnungen ignoriert

Alle Warner, darunter auch die 74 Bischöfe weltweit, die polnische und die nordische Bischofskonferenz und zuletzt Kardinal Koch, seien weggewischt worden, so die Initiative „Neuer Anfang" weiter. Was der Limburger Bischof Georg Bätzing aus taktischen Erwägungen zu verbergen gesucht habe, stellt die Laieninitiative fest, lege Striet nun ohne falsche Rücksichten auf. Damit brauche man nicht mehr um den heißen Brei herumzureden, erklärt die Initiative weiter.

Es gibt eine Alternative

Durch die ausführliche Einlassung Striets auf dem Portal katholisch.de, das im Auftrag des Verbands der Diözesen Deutschlands betrieben wird, kristallisierten sich sehr deutlich die Alternativen für die Katholische Kirche in Deutschland heraus, fährt die Initiative in der Pressemeldung fort. Auf der einen Seite stünden jene, die wie Striet den Anschluss an die Mainstreamkultur der Moderne als Lösung sähen und ein Schisma für unvermeidlich halten. Die bedeute den Bruch mit der synchronen und diachronen Gemeinschaft des Glaubens. Dem stellt die Laieninitative eine Erneuerung aus dem Ursprung des Evangeliums gegenüber und betont: „Wir vom „Neuen Anfang“ halten nur letzteren Weg für zukunftsträchtig!“ DT/pwi

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