Kisi-Sommerfest

„Jesus, Du bist soooo schön!“ 

Die Begegnung mit dem Herrn steht im Mittelpunkt der KISI — God’s singing Kids im österreichischen Altmünster. Im August hat hier das jährliche Sommerfest stattgefunden — zum Auftakt des neuen Musical-Jahres.
Tägliche Heilige Messe vor der Bergkulisse beim KISI-Sommerfest
Foto: Trixi Grossauer, KISI – God’s singing kids | Die tägliche Heilige Messe ist das täglich Brot der KISIs, hier draußen vor der Bergkulisse beim KISI-Sommerfest.

Wenn Christen über die Begegnung mit Christus sprechen, heißt es immer wieder: Aber ich will Ihn wirklich sehen! Ich sage: Das geht! Er lebt, ist so lebendig wie etwas nur lebendig sein kann und wenn wir völlig daniederliegen, dann ist er es, der uns aufrichtet, erfrischt, erfreut und ganz buchstäblich begegnet. Das habe ich beim Sommerfest der KISI — God’s singing Kids (KISIs) im österreichischen Altmünster im August wieder einmal wunderbar erleben dürfen. 

„Wir müssen nichts allein können"

Zweimal jährlich findet hier ein Fest für Familien und alle, die sich den KISIs verbunden fühlen, statt. Es ist ein Fest für Jung und Alt, mit Sakramenten, Katechesen, Wort Gottes, Workshops, Freizeit, Gebet, viel Musik, Witz, Spaß und Freude — gutem Essen und den Bergen vor der Nase, die einen zu sportlichen Wanderungen herausfordern, wenn man vor deren Kulisse nicht gerade eine Heilige Messe feiert. Oder Zeugnissen lauscht und hört, wie schon kleine Kinder Gott irgendwie erfahren haben müssen, wenn sie voll Freude ausrufen: „Jesus, Du bist soooo schön!“ 

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Jeden Morgen vor der Messe (oder auch am Abend) erzählten zwei oder drei Teilnehmer, wie sie in ihrem Leben Jesus wieder gefunden, seine Hilfe erfahren haben oder den Glauben neu entdecken und vertiefen konnten durch die Begegnung mit Ihm. Einer von ihnen war ein 62-jähriger trockener Alkoholiker und Ex-Musiker, der seit 17 Jahren Gottes Hand auf seiner Schulter spürt, aber erst nach zwei Krebserkrankungen und einer Wallfahrt den Absprung geschafft und den Glauben entdeckt hat. Seine Botschaft heute: „Wir müssen nichts allein können. Wir haben Jesus, Maria Josef und viele andere, die uns helfen. Jesus lebt!!!“ Die drei Ausrufezeichen stehen für seine unglaubliche Überzeugung, die aus seinen strahlenden Augen spricht. 

Glaube soll im Herzen lebendig werden

Damit Kinder gar nicht erst in eine solche Situation kommen wie dieser Mann, hat sich das Gründer-Ehepaar Birgit und Hannes Minichmayr auf die Fahnen geschrieben, nicht nur musikalisch-tänzerisch-kreativ zu evangelisieren, sondern Kindern von Klein auf den Glauben zeugnis- und vorbildhaft so zu vermitteln, dass er in den Herzen lebendig werden kann. Das tun sie bei solchen Festen und anderen Veranstaltungen. Hier stellen Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht nur mit Witz und Verve kreativ-verrückte Sketche und Spiele auf die Beine, sondern lernen auch, wie man Gott hört und vor allem: dass man ihn hören kann. Hier ist Gott der Papa, hier beten und beichten die Kleinsten, lesen Jugendlichen die Bibel, komponieren Lieder, beten um mehr Liebe und lernen, auch schwierige Situationen im Leben anzunehmen und Gott für alles zu loben. Sakramente und Stundengebet bilden den Rahmen eines jeden Tages. Und es vergeht kein Tag, an dem Menschen auf irgendeine Art und Weise Gott begegnet sind. Wie ich.

Eigentlich hing ich urlaubsreif in den Seilen und wollte statt Menschenmassen — niemanden sehen und nichts tun. In mir war nur eine leise Sehnsucht nach mehr Stille in der Anbetung. Doch nun war ich beim KISI-Sommerfest, dem Auftakt zum Musical-Jahr, bei dem meine Kinder mitmachen. Die Kehrseite eines tollen Festes sind Trubel, Lärm und Menschenmassen bis ins Bad hinein. Von Erholung keine Spur. Ich war drauf und dran, mir zusätzlich eine weitere Bleibe zu suchen – als Rückzugsmöglichkeit —, hätte Jesus das nicht anders gefügt. Ich bekam ein neues Zimmer zugeteilt, das direkt neben der Kapelle liegt; mit einem Bad, in dem nicht gefühlt 100 Leute gleichzeitig duschen wollen, Schreibtisch zum Arbeiten — und Ruhe. 

Der Herr weiß genau, was wir brauchen

Wäre ich gegangen, hätte ich mich um die vielen Zeiten in der Kapelle und die Begegnungen mit Christus gebracht. Ich konnte nirgendwo hin, ohne durch die Kapelle gehen und Jesus wenigstens „Hallo“ sagen zu müssen. Der Herr hat mich erhört (mehr Anbetung), bevor ich meine Bitte an ihn überhaupt formulieren konnte.

Während einer Anbetung hatte ich das Gefühl, als würde sich Jesus zu mir hinunterbeugen und mich von innen her aufrichten. Ich spürte, wie sein strahlender Blick auf mir lag und Kraft durch mich hindurchströmte. Danach, als ich dann neben der Kapelle arbeitete, begann nebenan die Chorprobe für das Musical „Pauline“. Die Musik war so unglaublich überwältigend, so ergreifend, aufbauend und schön, dass man es nicht in Worte fassen kann. Ich kann nur sagen: Der Herr weiß genau, was wir brauchen. Er ist es, der uns wiederbelebt, damit sein Volk sich an Ihm erfreuen kann (vgl Ps. 85,6). 

Infos zu den KISI-God's singing kids unter www.kisi.at

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