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Emeritierter Passauer Bischof Schraml verstorben

Der Passauer Altbischof Wilhelm Schraml verstarb heute im Alter von 86 Jahren in Altötting. Für Bischof Oster war er "mit ganzem Herzen ein Mann der Kirche".
Bischof Wilhelm Schraml
Foto: Armin Weigel (dpa) | Schraml (hier im Jahr 2014) leitete das Bistum Passau von Februar 2002 bis Oktober 2012, als der emeritierte Papst Benedikt XVI. sein Rücktrittsgesuch aus Altersgründen annahm.

Der langjährigen Passauer Bischof Wilhelm Schraml ist tot. Wie das Bistum Passau mitteilte, verstarb der emeritierte Oberhirte am Montag in Alter von 86 Jahren friedlich in Altötting, wo er seinen Ruhestand verbracht hatte.

Auch Oster ein wertvoller Ratgeber

Schramls Nachfolger, der Passauer Bischof Stefan Oster, würdigte Schraml in einer ersten Reaktion als einen Mann, der „den Gekreuzigten und Auferstandenen immer neu und voller Überzeugung in die Mitte seines Denkens, Predigens und Handelns gestellt hat.“ Bischof Schraml sei „mit ganzem Herzen ein Mann der Kirche“ gewesen. Auch ihm selbst, so Oster, sei er mir immer wieder ein wertvoller Ratgeber gewesen. „Sein unermüdliches Unterwegssein im Bistum, in den Pfarreien und bei den Menschen, ist mir Vorbild“, betonte der Passauer Bischof. 

Auch die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) trauert um den früheren Bischof von Passau. Der DBK-Vorsitzende und Limburger Bischof Georg Bätzing dankte Schraml "für seinen Dienst, der in unserer Konferenz 1986 mit der Ernennung zum Weihbischof im Bistum Regensburg begann". Die Feier einer würdigen Liturgie sei ihm Zeit seines Lebens ein Herzensanliegen geblieben, so Bätzing. "Gerade in der Liturgie sah Bischof Schraml die Verwirklichung seines bischöflichen Wahlspruchs ,Jesus Christus als den Herrn verkünden‘." Die Liturgiekommission, in der Schraml seit Beginn seines bischöflichen Wirkens Mitglied war, verdanke dem Verstorbenen viele Impulse, "insbesondere die liturgischen und pastoralen Erfahrungen einer so wichtigen Wallfahrtsstätte wie Altötting, wo er die letzten Lebensjahre verbringen konnte".

Bätzing würdigt Schraml

Bätzing würdigte auch den Einsatz von Bischof Schraml als langjährigem stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission für Ehe und Familie der DBK: „Ihm ging es dabei immer um die Verteidigung der Werte von Ehe und Familie." Schraml habe dabei den Mut gezeigt, sich auch aktiv in die gesellschaftliche und politische Debatte mit einzubringen.

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Schraml leitete das Bistum Passau von Februar 2002 bis Oktober 2012, als der emeritierte Papst Benedikt XVI. sein Rücktrittsgesuch aus Altersgründen annahm. Bis September 2013 wirkte er noch als Apostolischer Administrator. Ein zentrales Thema stellte für Schraml die Begegnung mit Christus in der Eucharistie dar. DT/mlu

Lesen Sie einen ausführlichen Nachruf auf den verstorbenen Passauer Altbischof Wilhelm Schraml in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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