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„Gott wieder an die erste Stelle setzen“

Salzburgs Erzbischof Franz Lackner über die Radikalität des heiligen Franziskus, sein eigenes Franziskaner-Sein und die notwendige Liebe zur Kirche.
Erzbischof Franz Lackner
Foto: DQS/Neumayr | Bewährte Spitze: Salzburgs Erzbischof Franz Lackner ist seit 2020 Vorsitzender der österreichischen Bischöfe und wurde dazu am 9. Juni wiedergewählt.

Exzellenz, vor 800 Jahren gestorben, ist Franziskus von Assisi quer durch alle Zeiten, global und weit über die Christenheit hinaus ein außergewöhnlich populärer Heiliger. Warum? Franziskus hat eine große Menschlichkeit des Glaubens zum Ausdruck gebracht, ja die Menschenfreundlichkeit Gottes schlechthin. Das rührt an die Herzen der Menschen. Ich selbst wende mich im Gebet immer mit ganz konkreten Anliegen an die Heiligen aus der franziskanischen Familie, etwa an die heilige Klara, an Elisabeth und an Engelbert Kolland. Den heiligen Franziskus bitte ich stets um die Armut und Demut des Glaubens – nicht etwa um den Reichtum des Glaubens! Er wollte nicht überwinden, vielleicht nicht einmal überzeugen, sondern arm, schwach und klein ...

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