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„Priester können nicht den Interessen eines Staates dienen“

Andrey Kondorchkin, russisch-orthodoxer Priester in Madrid, gibt im Interview mit der Tagespost Einblicke in die Beziehung der russischen mit der ukrainischen Kirche und teilt seine Einschätzung des Krieges.
Andrey Kondorchkin, russisch-orthodoxer Priester, Madrid
Foto: Privat | Andrey Kondorchkin, der Priester an der Kathedrale Maria Magdalena in Madrid im Interview mit der Tagespost.

Die russisch-orthodoxe Kirche gehöre nicht dem russischen Staat. Vielmehr gehöre sie den orthodoxen Gläubigen der ganzen Welt, stellt Andrey Kondorchkin, der Priester an der Kathedrale Maria Magdalena in Madrid ist, klar. Die Kirche untersteht dem Moskauer Patriarchat. Kondorchkin ist einer von über 250 orthodoxen Geistlichen, die den Offenen Brief an die russische Regierung unterzeichneten. Darin appellieren sie an Putin, den Krieg gegen die Ukraine zu beende. Putins Argument für den Einmarsch, er verteidige die ukrainisch-orthodoxe Kirche, hält Kondorchkin für einen Vorwand.

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Haltung zum Krieg

Der Priester spricht mit der Tagespost auch darüber, wie die russischen Bürger zum Krieg stehen. Er meint, dass es viele Menschen gibt die gegen den Krieg seien. Doch nach so vielen Jahren der Propaganda, würden sie keine Möglichkeit sehen, die Dinge zu ändern, da es keine politische Opposition in Russland gäbe. Mit einer Invasion in der Ukraine hätte in den letzten Jahren niemand gerechnet. Den bewaffneten Konflikt in den Regionen Donez und Luhansk hätte der Westen, so Andrey Kondorchkin, allerdings nicht so lange ignorieren dürfen. Der Ausbruch des Krieges sei eine Folge dieser Haltung. DT/esu

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost ein Interview mit Andrey Kondorchkin, russisch-orthodoxer Priester in Madrid.

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Vorabmeldung Geistliche und Priester Maria Magdalena Russisch-Orthodoxe Kirche Russische Regierung Wladimir Wladimirowitsch Putin

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