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Großerzbischof Schewtschuk: Brauchen Werkzeuge, um Krieg zu beenden

Die Ukraine sei standhaft und kämpfe trotz der anhaltenden Angriffe weiter, so der griechisch-katholische Großerzbischof Schewtschuk. Die Zeit der Erklärungen sei aber vorbei.
Großerzbischof Schewtschuk: Kraft des Geistes stärker als die der Waffen
Foto: Hennadii Minchenko (www.imago-images.de)

Nach Ansicht des griechisch-katholischen Kiewer Großerzbischofs Swjatoslaw Schewtschuk ist angesichts der andauernden Angriffe der russischen Armee auf zahlreiche Städte in der Ukraine die Zeit der Erklärungen, Prinzipien und anderer Konzepte vorbei. „Wir brauchen Werkzeuge, um diesen Krieg zu beenden“, so das Oberhaupt der mit Rom verbundenen griechisch-katholischen Kirche der Ukraine am Montag in seiner täglichen Videobotschaft.

Kraft des Geistes stärker als die der Waffen

In der Nacht seien abermals Städte in Flammen gestanden, und auch Kiew sei erneut „verwundet“ worden. „Erneut sind russische Bomben und Raketen auf die Köpfe friedlicher Ukrainer gefallen, die in dieser Nacht versucht haben, sich auszuruhen“, betonte Schewtschuk. Doch die Ukraine sei standhaft und kämpfe weiter. „Die Ukraine gibt Zeugnis davon ab, dass die Kraft des Geistes stärker sein kann als die von ausländischen, aggressiven Waffen.“ 

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Zudem bedankte sich der Kiewer Großerzbischof bei Papst Franziskus, der sich abermals für die Verteidigung ukrainischer Städte und deren „Märtyrer“ eingesetzt habe. Franziskus habe auch an die von Angriffen gezeichnete Stadt Mariupol erinnert, in der am Sonntag mehr als 100 Menschen getötet worden seien. Schewtschuk sprach auch all denjenigen seinen Dank aus, die in zahlreichen Städten weltweit gegen den russischen Angriffskrieg demonstriert hatten.

Epiphanius: Den Feind zu töten ist keine Sünde

Indes rief das Oberhaupt der eigenständigen orthodoxen Kirche der Ukraine, Metropolit Epiphanius, alle führenden Religionsvertreter weltweit auf, die Position des russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. zum Ukrainekrieg zu verurteilen. Dieser gehört zu den treuesten Anhängern des russischen Präsidenten Wladimir Putin und macht den Westen für den Krieg in der Ukraine verantwortlich.

Der ukrainische Metropolit Epiphanius hatte jüngst auch betont, dass es gerechtfertigt sei, russische Angreifer zu töten. „Sich zu verteidigen, den Feind umzubringen - das ist keine Sünde“, sagte er laut der Internetzeitung „Ukrajinska Prawda“. Zwar würden die ukrainischen Soldaten nicht nach dem Tod der russischen Angreifer trachten. Weil diese aber in die Ukraine eingefallen seien, „schützen wir unsere Familie, unsere Heimat, unser Land“. Wörtlich erklärte Epiphanius: „Wer mit dem Schwert zu uns gekommen ist, wird durch dieses Schwert ums Leben kommen.“  DT/mlu

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