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Ökumene-Beauftragter Koch bleibt im Amt

Papst Franziskus lehnt das Rücktrittsgesuch des Schweizer Kurienkardinals ab. Koch könnte noch bis zu den Jubiläumsfeiern des Konzils von Nizäa Ende Mai das Ökumene-Dikasterium leiten.
Der Präfekt des Ökumene-Dikasteriums, Kurt Koch
Foto: IMAGO/ALESSIA GIULIANI (www.imago-images.de) | Koch leitet die Vatikanbehörde für die Förderung der Einheit der Christen seit Juli 2010. Beobachter rechnen damit, dass er mindestens bis zu den Jubiläumsfeiern des Konzils von Nizäa Leiter des Dikasteriums bleibt.

Der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, Leiter des Dikasteriums für die Förderung der Einheit der Christen, bleibt vorerst im Amt. Koch, der am 15. März 75 Jahre alt geworden war, gab am Montag im Gespräch mit dem Portal „Vatican News“ bekannt, dass Franziskus sein Rücktrittsangebot abgelehnt habe, das er beim Papst mit Vollendung des 75. Lebensjahres eingereicht hatte, so wie es das Kirchenrecht vorsieht.

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Papst Franziskus habe „diese Formel verwendet, die bedeutet, dass man im Amt bleibt, bis dann eine andere Entscheidung fällt. Das weiß dann der Heilige Vater“, so Kardinal Koch wörtlich. Koch leitet die Vatikanbehörde für die Förderung der Einheit der Christen seit Juli 2010. Auf die Frage, wo er die Ökumene momentan sehe, erklärte Koch, das hänge davon ab, von welchen kirchlichen Gemeinschaften und Kirchen die Rede sei. Es gebe in dem von ihm geleiteten Dikasterium zwei Abteilungen, Ost und West. Die Dialoge seien sehr verschieden. „Mit den Kirchen des Ostens teilen wir sehr viel am Glauben, haben aber eine andere Kultur. Mit den aus den Reformationen hervorgegangenen Kirchen haben wir nicht so viel gemeinsam im Glauben, aber eine gemeinsame Kultur. Das sind vielleicht die größten Unterschiede.“ Er hoffe, dass immer mehr Gläubigen erfahren, wie wichtig die Suche nach der Einheit sei, „denn es ist der Wille des Herrn“.

Koch: Hoffe, dass Papst an Feierlichkeiten teilnehmen kann

Zum Gesundheitszustand von Papst Franziskus, der am Sonntag nach seinem mehrwöchigen Klinikaufenthalt wieder in den Vatikan zurückgekehrt war, äußerte der Schweizer Kurienkardinal: „Ich wünsche ihm, dass er in diesem schweren Leiden, das er hat, sich immer wieder vom Herrn getragen fühlt und dass der Herr ihm den Weg zeigt in eine gute Zukunft hinein.“

Laut der „Katholischen Nachrichten-Agentur“ (KNA) rechnen Beobachter damit, dass Koch mindestens bis zu den Jubiläumsfeiern des Konzils von Nizäa Leiter des Ökumene-Dikasteriums bleibt. Diese sollen Ende Mai in der Stadt Iznik in der Türkei stattfinden. Das Konzil sei laut Koch „eine hervorragende Gelegenheit, dass alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften dieses Konzils gemeinsam gedenken und das wunderschöne Christusbekenntnis dieses Konzils gemeinsam vertiefen“.

Er hoffe, so Koch, dass auch Papst Franziskus an den Feierlichkeiten wird teilnehmen können. Der Papst habe immer gesagt, dass er teilnehmen wolle, offiziell bestätigt sei dies jedoch noch nicht. „Ich hoffe, dass das möglich ist, denn das wäre wirklich ein schönes Zeichen, das gemeinsam am Ort in Nizäa begehen zu können, auch wenn dort nicht mehr viel zu sehen ist. Aber der Ort bleibt natürlich symbolisch.“  DT/mlu

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