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Maria 2.0 liebäugelt mit der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung

Katholische „Reformgruppen“ verbünden sich mit der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung. Damit entlarven sie endgültig, auf welcher Seite sie stehen.
Karikatur von Bischöfen zum Umgang mit Missbrauch in der Kirche
Foto: Dieter Mayr (KNA) | Ein großes Plakat ist in München auf dem Marienplatz an einen Van angebracht. Sie zeigt eine Karikatur des emeritierten Papstes Benedikt XVI. sowie der Kardinäle Reinhard Marx und Rainer Maria Woelki.

Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Damit eine Partnerschaft gelingt, müssen aber genügend Gemeinsamkeiten vorhanden sein. Zu einer harmonischen Liaison kam es gestern Abend auf dem Münchner Marienplatz: Kirchliche „Reformgruppen“, darunter „Maria 2.0“, vereinten sich dort mit der atheistischen Giordano-Bruno-Stiftung. Der Gegensatz - die einen sind, zumindest dem Papier nach, katholisch, die anderen überzeugte Atheisten - ist gegeben. Doch was haben beide Gruppen gemeinsam? Sie sehen sich als Verbündete im Protest gegen die Vertuschung von kirchlichem Missbrauch. 

Das Wohl der Kirche kann ihnen nicht am Herzen liegen

Die Kundgebung fand vor der Veröffentlichung des Gutachtens zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum München und Freising statt. Mit dabei hatten die Demonstranten die Zeichnung „Aufklärung auf Katholisch“, die den emeritierten Papst Benedikt XVI. sowie die Kardinäle Reinhard Marx (München) und Rainer Maria Woelki (Köln) in der Haltung der berühmten drei Affen zeigt.

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Dass es der Giordano-Bruno-Stiftung bei all dem nicht um ein Prosperieren der Kirche geht, sondern um das Gegenteil, nämlich die Zunahme eines atheistisch-materialistischen Weltbilds, liegt auf der Hand. Doch dadurch, dass sich „Maria 2.0“ und die Initiative „Wir sind Kirche“ mit einer atheistischen Stiftung vereinen, entlarven sie endgültig, wessen Geistes Kind sie sind. Gruppen, die für ihr Anliegen so weit gehen, kann das Wohl der Kirche nicht am Herzen liegen. 

Wenn ein Fußball-Fan eine Improvisationstheatergruppe aufsucht und diese in seinem Sinne verbessern oder revolutionieren möchte, werden die Mitglieder zurecht zweifeln, ob der Fußball-Liebhaber in der Theatergruppe am richtigen Ort dafür ist. Die Frage ist mehr als berechtigt, ob „Reformgruppen“ wie „Maria 2.0“ in der katholischen Kirche am richtigen Platz sind und nicht in einem Verein außerhalb der Kirche besser aufgehoben wären. Ihr Flirt mit der Giordano-Bruno-Stiftung beweist, dass sie am besten Weg dorthin sind.

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Emanuela Sutter Erzbistum München und Freising Kardinäle Katholische Kirche Maria 2.0 Missbrauchsbericht Erzbistum München und Freising Rainer Maria Woelki Reinhard Marx

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