Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Glaubenskonferenz 

Bischof Timmerevers ermutigt zur Jüngerschaft 

Der Bischof von Dresden-Meißen lud auf der UNUM24 ein, eigene Grenzen und Ängste zu überwinden und Jesus ganz zu vertrauen. Landesbischof Bilz lobte die verschiedenen Gruppen der Kirche.   
UNUM24:  Auditorium während der Begrüßung durch Fadi Krikor
Foto: UNUM/ Franziska Faessler | Auf der UNUM24 - im Bild das Auditorium während der Begrüßung durch Fadi Krikor - sprachen auch ein katholischer Bischof und ein evangelischer Landesbischof.

Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen und Mitglied der Fokolar-Bewegung, hat die Gläubigen in seiner Predigt am Sonntag bei der UNUM24 in München zur Jüngerschaft ermutigt. Wir Christen sollten auf den Herrn vertrauen, auch in stürmischen Zeiten, sagte der Bischof, der das Evangelium des Sonntags auslegte. Jesus gebietet darin einem Sturm auf dem See Genezareth, der den Jüngern Angst macht.

Lesen Sie auch:
Lesen Sie auch:

Das aber sei nicht die einzige Botschaft dieses Evangeliums. Das Wort Gottes wolle auch unseren Horizont aufschließen. Es lade uns ein, sich ganz auf Jesus einzulassen. Die Frage sei, ob wir das Risiko der Nachfolge auf uns nehmen würden. "Sind wir bereit, festen Boden zu verlassen und uns in ein wackeliges Boot hineinzubegeben, das auf dem Meer in Bedrängnis kommen kann?", fragte der Bischof. „Sind wir bereit, zu neuen Ufern aufzubrechen?“

Auch auf die andere Seite gehen

Timmerevers zitierte Papst Franziskus, der beim Weltjugendtag in Lissabon gesagt hatte, dass in der Kirche alle Menschen willkommen seien: Menschen aller Kulturen, jeder Hautfarbe und sexueller Orientierung. Jesus sei zu allen gekommen. Er habe nicht nur in Kafarnaum bleiben, sondern auch "auf die andere Seite von Tiberias" fahren wollen, um den Menschen dort die Frohe Botschaft zu bringen, so der Bischof. Wir müssten uns als Kirche eingestehen, "dass wir manches zu eng geführt haben und zu beschäftigt mit unseren Krisen gewesen sind". Ob wir als Christen bereit seien, dort hinzugehen, "wohin Jesus uns senden will - zu Menschen, die krank oder unglücklich sind“ - darauf komme es an.

Johannes Hartl sprach auf der UNUM24 in München
Foto: UNUM/Franziska Faessler | Auch Johannes Hartl sprach auf der UNUM24 in München.

Christen bräuchten eine neue Ermutigung, jene, "die der Herr uns selber schenkt, damit wir über unsere Grenzen hinausgehen können". In Christus könnten wir Angst zurücklassen, "weil wir ihm glauben". Diesem Christus, unserem Herrn, könnten wir ganz vertrauen und ihm sagen: "Hier bin ich Herr, sende mich", schloss der Bischof von Dresden. 

Bischof Heinrich Timmerevers lud ein, eigene Grenzen und Ängste zu überwinden

Lob für verschiedene Ausrichtungen

Auch Landesbischof Tobias Bilz sprach auf der UNUM24. Er bekam viel Applaus am Sonntag nach seiner Rede, in der er ganz im Sinne des Konferenzmottos den verschiedenen Ausrichtungen der Kirche dankte: den Progressiven, die dafür sorgten, dass es vorwärts gehe, den Pfingstlern, die sorgten, dass Theologen nicht abhebten, den Konservativen dafür, dass sie für Stabilität sorgten und den Liberalen, die an den Galaterbrief erinnerten, wo es heiße, dass Christus uns zur Freiheit befreit habe. 

Bilz wörtlich: „Alles ist erlaubt, sagt der Apostel, aber passt auf, wo es hingeht. Nicht alles führt zum Guten.“  Auch den „Normalen“ dankte er, denn sie lebten ganz einfach den Glauben, jeden Tag.  Der Landesbischof dankte Gott, dass er sich auf alle einlasse. „Ich bewundere deinen Mut.“ DT/dsc

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost eine spannende Reportage über die UNUM24 in München.

Themen & Autoren
Meldung Heinrich Timmerevers Jesus Christus Landesbischöfe und Landesbischöfinnen Papst Franziskus UNUM24

Weitere Artikel

Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers nimmt seinen Hut – ein Jahr vor dem üblichen Datum. Warum? Ein Rückblick auf eine nicht ganz konfliktfreie Amtszeit.
10.09.2026, 13 Uhr
Jakob Ranke
Sollen die Rechtspopulisten wirklich von der Macht ferngehalten werden? Dann wären Wilmer, Koch und Co. gut beraten, politisch sparsamer zu kommunizieren.
04.09.2026, 11 Uhr
Jakob Ranke
Nun ist es amtlich: Papst Leo XIV. hat den vorzeitigen Amtsverzicht des Bischofs von Dresden-Meißen angenommen.
02.09.2026, 12 Uhr
Meldung

Kirche

Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Statt mit Erfahrungsberichten begann das Bischofstreffen in Rom dann doch mit theoretischen Erörterungen zu dem nachsynodalen Schreiben zu Ehe und Familie von Papst Franziskus.
08.10.2026, 09 Uhr
Guido Horst