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Gebetserhörungen auf Fürsprache Benedikts XVI.

Kommt die Seligsprechung? Wie Erzbischof Georg Gänswein bestätigt, sammelt das Dikasterium für die Heiligsprechung Schreiben aus aller Welt, die Gebetserhörungen dokumentieren.
Papst Benedikt XVI., Georg Gänswein
Foto: IMAGO/Vandeville Eric/ABACA (www.imago-images.de) | Der US-Amerikaner Peter Srsich soll durch einen Segen Papst Benedikts XVI. 2019 geheilt worden sein. Berichte über Gebetserhörungen erreichen meist seinen langjährigen Privatsekretär Georg Gänswein (links), heute ...

Das Interesse an einem Seligsprechungsverfahren für Papst Benedikt XVI. ist da: Der langjährige Privatsekretär Papst Benedikts XVI., Georg Gänswein, hat gegenüber dieser Zeitung bestätigt, dass das römische Dikasterium für Selig- und Heiligsprechungen Gebetserhörungen, die der Fürsprache des 2022 verstorbenen Pontifex zugeschrieben werden, sammelt. „Seit dem Tod von Papst Benedikt sind Briefe und E-Mails aus verschiedenen Ländern mit Gebetserhörungen eingetroffen“, erklärte Erzbischof Gänswein, der heute als Nuntius für die baltischen Länder in Vilnius tätig ist. Die meisten davon seien an ihn adressiert worden. „Nach Rücksprache mit dem Dikasterium für die Heiligsprechung sollen alle Schreiben gesammelt werden. Das geschieht auch“, so Gänswein wörtlich. Diese Dokumente werden, wenn ein Seligsprechungsprozess für Papst Benedikt eröffnet werden sollte, ausgewertet und auf ihre Authentizität hin geprüft.

Papst Benedikt XVI. war am 31. Dezember 2022 verstorben. Das Kirchenrecht schreibt vor, dass ein Seligsprechungsverfahren frühestens fünf Jahre nach dem Tod des Betreffenden möglich ist, allerdings kann der amtierende Nachfolger Petri davon dispensieren. Die Frage nach einer möglichen Kanonisierung Benedikts XVI. wird seit dem Tod des Papstes immer wieder gestellt. Kardinäle wie Kurienkardinal Robert Sarah, vormals Präfekt der Gottesdienstkongregation, befürworten die Eröffnung eines Seligsprechungsprozesses. Zuletzt hatte die polnische katholische Nachrichtenagentur KAI das Thema aufgegriffen und berichtet, dass der Ruf der Heiligkeit Benedikts XVI. unter zahlreichen Katholiken fest verankert sei. Zudem tauchten seit einigen Jahren immer wieder Zeugnisse über Heilungen auf, die seiner fürbittenden Fürsprache zugeschrieben werden.

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Weltweit bekannt wurde der Fall eines jungen US-Amerikaners, dessen Heilung von einer Krebserkrankung von Ärzten bisher medizinisch nicht erklärt werden konnte. Der Fall ereignete sich Medienberichten zufolge bereits zu Lebzeiten Benedikts XVI. im Mai 2012. Der 19-jährige Peter Srsich litt an einem Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium. Ein großer Tumor drückte auf seine Lunge und sein Herz, was einen chirurgischen Eingriff unmöglich machte und nach Monaten erfolgloser Chemotherapie wenig Hoffnung ließ. In diesem Zustand der Schwäche reiste der junge Mann nach Rom, um an einer Audienz auf dem Petersplatz teilzunehmen.

Während der Generalaudienz ging der Papst auf den jungen Mann aus Colorado zu. Ohne dass ihm jemand die genaue Stelle der Erkrankung gezeigt hatte, legte Benedikt XVI. seine rechte Hand direkt auf Peters Brust, genau dort, wo sich der Tumor befand, und erteilte ihm seinen Segen. Nach dieser Begegnung verbesserte sich Srsichs Gesundheitszustand kontinuierlich, bis die Krankheit ein Jahr später vollständig verschwunden war. Neun Jahre nach seiner Heilung wurde Peter zum Priester geweiht. Fotos und ein Videoclip, auf dem die Begegnung des jungen Mannes mit Papst Benedikt zu sehen sind, sind inzwischen in den sozialen Netzwerken zu sehen.

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