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Missbrauchs-Betroffener: Bätzing soll DBK-Vorsitz ruhen lassen

Auch der DBK-Vorsitzende sehe sich mit der Frage konfrontiert, ob er von Missbrauchsfällen gewusst oder sie vertuscht habe, betont Peter Bringmann-Henselder, Mitglied im Kölner Betroffenenbeirat.
Kritik an DBK-Vorsitzenden Bätzing
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | Angesichts der nicht geklärten Rolle Bätzings in puncto Missbrauchsfälle sei es eigentlich nicht vorstellbar, dass Bätzing international den Aufklärer gebe, meint Bringmann-Henselder.

Peter Bringmann-Henselder, Mitglied im Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln, zweifelt an der Eignung des Limburger Bischofs und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche als Aufklärer aufzutreten.

Bätzing als Aufklärer nicht vorstellbar

Mit Blick auf Bätzings Wirken als Generalvikar im Bistum Trier erklärte Bringmann-Henselder gegenüber dieser Zeitung: „Aus dieser Zeit sind Missbrauchsfälle bekannt. Wusste Bischof Bätzing etwas? Hat er vertuscht? Bis zur Klärung sollte er den Vorsitz der DBK ruhen lassen und den Missbrauch sowohl in Limburg als auch in Trier aufklären.“

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Mit Blick auf den Synodalen Prozess der Weltkirche hält Bringmann-Henselder es „angesichts der nicht geklärten Rolle Bätzings in puncto Missbrauchsfälle eigentlich nicht für vorstellbar, dass Bätzing international den Aufklärer gibt“. Eine schonungslose Aufarbeitung mit Namensnennung wie im Erzbistum Köln sei Voraussetzung für eine solche Rolle.

Lob für Missbrauchsaufarbeitung in Köln

Dass die Missbrauchsaufarbeitung in Köln auf einem guten Weg sei steht für Bringmann-Henselder außer Frage: „Kardinal Woelki hat die Aufarbeitung so weit betrieben wie kein anderes Bistum, ist eigentlich der Aufklärer schlechthin.“ Der Kölner Erzbischof habe als Erster einen Beirat eingerichtet und mit dem Gutachten des Strafrechtlers Björn Gercke im März dieses Jahres als bisher Einziger ein ungekürztes und ungeschwärztes Gutachten veröffentlicht. „Kein anderes Bistum hat das bisher gemacht.“

Nach der Veröffentlichung des Gutachtens habe der Beirat Forderungen gestellt, die berücksichtigt worden seien und nun Zug um Zug umgesetzt würden. Mit Nachdruck unterstrich Bringmann-Henselder die gute Zusammenarbeit mit dem Kölner Oberhirten: „Wir sind mit dem Kardinal nicht auf Konfrontationskurs.“  DT/mlu

Lesen Sie weitere Hintergründe zur Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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