Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Friedensimpulse des Papstes (7)

Zuerst das eigene Herz entwaffnen

Für Leo XIV. ist die Abschreckung kein Weg zum Frieden. Vielmehr braucht es den Dialog. Den Mächtigen der Welt sagt er: Habt den Mut zur Abrüstung!
Papst Leo XIV.
Foto: IMAGO/Stefano Costantino TTL / Avalon (www.imago-images.de) | Papst Leo betet den Rosenkranz bei der Gebetsvigil für den Frieden im Oktober.

Und unter den Worten Jesu, die wir nicht fallen lassen wollen, hallt heute, in dieser Gebetsvigil für den Frieden, eines besonders nach; das Wort, das er im Garten Getsemani an Petrus richtete: „Steck das Schwert in die Scheide!“ (Joh 18,11). Entwaffne deine Hand und noch zuvor dein Herz. Wie ich bereits bei anderen Gelegenheiten gesagt habe, ist der Friede unbewaffnet und entwaffnend. Er ist keine Abschreckung, sondern Geschwisterlichkeit, kein Ultimatum, sondern Dialog. Er wird nicht als Ergebnis von Siegen über den Feind kommen, sondern als Ergebnis der Aussaat von Gerechtigkeit und mutiger Vergebung.

Lesen Sie auch:

Steck das Schwert in die Scheide: Das ist ein Wort, das sich an die Mächtigen dieser Welt richtet, an diejenigen, die das Schicksal der Völker lenken: Habt den Mut zur Abrüstung! Und es richtet sich zugleich an jeden von uns, damit uns immer bewusster wird, dass wir für keine Idee, für keinen Glauben und für keine Politik töten dürfen. Als Erstes müssen wir unser Herz entwaffnen, denn wenn in uns kein Frieden ist, werden wir auch keinen Frieden stiften.

Papst Leo bei der Gebetsvigil für den Frieden in Rom, 11. Oktober 2025

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