Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Berlin

Werteunion unterstützt Appell gegen „Genderisierung“ der Sprache

Ziel der Gender-Ideologen sei es, „über Vorschriften zum Gebrauch von Worten das Denken der Menschen zu manipulieren und letztlich die Meinungsfreiheit einzuschränken“, so der Vorsitzende der konservativen „Werteunion“, Alexander Mitsch.
Werteunion gegen Genderisierung der Sprache
Foto: Uwe Anspach (dpa) | Ministerien, Bürgermeister und Universitäten veränderten oft die deutsche Sprache, ohne die wahren Hintergründe zu kennen, und ohne jegliche demokratische Legitimation, beklagt Alexander Mitsch.

Auch die konservative „Werteunion“ in der CDU unterstützt die Online-Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“ des „Vereins Deutsche Sprache“. Der Appell, zu dessen Erstunterzeichnern prominente Personen wie die Schriftstellerin Monika Marin, der Journalist Wolf Schneider und der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, gehören, wendet sich gegen eine „Genderisierung“ der deutschen Sprache.

Gender-Ideologie gehe es nicht um Gleichstellung der Geschlechter

„Es geht den Vertretern der Gender Ideologie gar nicht um die eigentlich völlig selbstverständliche Gleichstellung von Frauen und Männern“, so der Vorsitzende der „Werteunion“, Alexander Mitsch, in einer Erklärung. Ziel sei es vielmehr, „über Vorschriften zum Gebrauch von Worten das Denken der Menschen zu manipulieren und letztlich die Meinungsfreiheit einzuschränken“. Dies werde die Werteunion nicht akzeptieren.

Ministerien, Bürgermeister und Universitäten veränderten oft die deutsche Sprache, ohne die wahren Hintergründe zu kennen, und ohne jegliche demokratische Legitimation, beklagt Mitsch weiter. Daher sei es „höchste Zeit, dagegen massiven Widerstand zu leisten“. Deshalb unterstützte man die Aktion gerne. Josef Kraus, einer der Erstunterzeichner, sei inzwischen selbst der Werteunion beigetreten, so Mitsch weiter.

Petition von namhaften Persönlichkeiten unterzeichnet

Die Petition haben inzwischen Persönlichkeiten wie Prinz Asfa-Wossen Asserate, der ehemalige bayerische Minister Thomas Goppel, TV-Moderator Peter Hahne, die Lyriker Günter Kunert und Reiner Kunze oder der Philosoph Harald Seubert unterschrieben. Insgesamt haben sich bereits knapp 53 000 Unterzeichner dem Appell angeschlossen.

Die konservative Werteunion machte jüngst auf sich aufmerksam, da Alexander Mitsch den baldigen Rücktritt Angela Merkels als Kanzlerin gefordert hatte. Im Gespräch mit der „Passauer Neuen Presse“ meinte Mitsch: „Es wäre für die Union das Beste, wenn Frau Merkel ihr Amt geordnet und möglichst bald an AKK übergibt.“ Nur mit einem erneuerten Kabinett lasse sich ein notwendiger Politikwechsel in Deutschland einleiten. Dieser sei insbesondere in der Migrations- und Wirtschaftspolitik notwendig.

DT/mlu

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie die Zeitung hier.

Themen & Autoren
Maximilian Lutz Alexander Mitsch Angela Merkel Asfa-Wossen Asserate CDU Günter Kunert Harald Seubert Josef Kraus Peter Hahne Reiner Kunze Thomas Goppel

Weitere Artikel

Das Werk von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz bezeugt die ungebrochene Kraft christlicher Philosophie. Die außergewöhnliche Denkerin wird nun mit einem außergewöhnlichen Band geehrt.
26.07.2026, 17 Uhr
Felix Hornstein
Zuweilen überziehen die Autoren des „Schwarzbuches Staatsfunk“, aber sie fragen zurecht: Wie wollen ARD, ZDF & Co ihre Existenz rechtfertigen, wenn die Bürger das Vertrauen verlieren?
06.07.2026, 15 Uhr
Patrick Peters

Kirche

Populismus schlecht, Migration gut? Auf diese Klischees will Bischof Erik Varden sich nicht einlassen. Ein Segen!
28.09.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Die katholischen Bischöfe treffen sich zu ihrer traditionellen Herbstversammlung. Die Gesprächsthemen reichen von AfD bis Kirchenreformen. Gewählt werden neue Kommissionsvorsitzende.
28.09.2026, 08 Uhr
Leo XIV. ruft in Lourdes eindringlich zur Umkehr auf. Und verteidigt die Stimme der Kirche im öffentlichen Diskurs des laizistischen Frankreichs.
27.09.2026, 13 Uhr
Regina Einig