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Peter Hahne: "Gender bedeutet Selbstmord unserer Sprache"

Der TV-Moderator und Bestseller-Autor Peter Hahne hat den Aufruf "Schluss mit dem Gender-Unfug" unterzeichnet.
Gendersprache. Aufruf des VDS fordert "Schluss mit dem Gender-Unfug"
Foto: Marijan Murat (dpa) | Verein Deutsche Sprache: Aufruf gegen die Zerstörung der Sprache.

"Der Verein Deutsche Sprache" hat einen Appell unter dem Titel "Schluss mit dem Gender-Unfug!" aufgesetzt, mit der er sich gegen die Zerstörung der deutschen Sprache wendet.

Bereits mehr als 50.000 Unterzeichner

Inzwischen haben zahlreiche bekannte Persönlichkeiten ihre Unterstützung bekräftigt und den Aufruf unterschrieben, darunter der ehemalige bayerische Minister Thomas Goppel, die Schriftsteller Günter Kunert und Reiner Kunze, der  Philosoph Harald Seubert, der Kabarettist Dieter Nuhr und der Schauspieler Dieter Hallervorden. Insgesamt haben sich bereits mehr als 50.000 Unterzeichner mit dem Anliegen des Appells solidarisch erklärt.

Hahne: "Nein zu Sternchen, Quer- und Schrägstrichen"

Einer der Erstunterzeichner ist Peter Hahne. In einer Stellungnahme gegenüber der "Tagespost" begründet der bekannte TV-Moderator und Bestseller-Autor seine Unterschrift: "Gender bedeutet Selbstmord unserer Sprache. Denn Sprache ist für mich etwas höchst Lebendiges. Sie muß sprechbar und lesbar bleiben. Und vor allem darf sie sich nicht an historischen Texten vergreifen. Deshalb nein zur 'Korrektur' bereits bestehender Literatur. Nein zu all den Sternchen, Quer- und Schrägstrichen und all dem Blödsinn. Wer, bitteschön, soll das denn noch flüssig sprechen können?! Das ist keine Sprachgerechtigkeit, sondern 'loriot-haftes' Gaga!"

Hintergrund: Der Verein Deutsche Sprache

Der gemeinnützige Verein Deutsche Sprache (VDS) tritt nach eigener Auskunft dafür ein, "dass Deutsch nicht zu einem Feierabenddialekt verkommt, sondern als Sprache von Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft erhalten bleibt". Der VDS ist ein weltweit tätiger Verband mit mehr als 36.000 Mitgliedern.

DT (jobo)

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie die Zeitung hier.

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