Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Migrationsdebatte

Unterländer äußert sich zu CDU-Kritik von Stetter-Karp

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern teilt weder Ton noch Inhalt der Kritik der ZdK-Präsidentin an der Union. Über das verträgliche Maß an Zuwanderung müsse mehr diskutiert werden.
Joachim Unterländer, Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern
Foto: imago/Lindenthaler

Die Migrationsdebatte geht auch in kirchlichen Kreisen weiter. Jetzt meldet sich der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern bezüglich der scharfen Kritik des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) an der Migrationspolitik der Union zu Wort. Joachim Unterländer hat gegenüber der Augsburger Allgemeinen erklärt, er sei „etwas unglücklich“ über die Äußerungen von ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp. 

Lesen Sie auch:

Es müsse stärker darüber diskutiert werden, wie viel Zuwanderung die Gesellschaft vertrage und wie eine erfolgreiche Integration gelingen könne, so der 67-Jährige. Zudem habe Unterländer zurückgewiesen, dass von einer Zusammenarbeit der Christdemokraten mit der AfD gesprochen werden könne.

Das ZdK hatte der Union zuvor vorgeworfen, mit dem sogenannten „Zustrombegrenzungsgesetz“ die „Grenzen der politischen Kultur“ zu überschreiten, ohne dabei Lösungen zu schaffen. Zudem habe Friedrich Merz laut Stetter-Karp beim Thema Asylrecht wissentlich den Boden des Grundgesetzes verlassen. Besonders schwer wiege aus ihrer Sicht, dass die AfD eine entscheidende Rolle bei den Abstimmungen gespielt habe oder deren Zustimmung zumindest mit einkalkuliert worden sei.

Weder inhaltlich noch im Ton

Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hat Unterländer klargestellt, dass er die Kritik Stetter-Karps weder inhaltlich noch im Ton teilt. Gleichzeitig betonte er, dass seine Aussagen gegenüber der Augsburger Allgemeinen als persönliche Meinung zu verstehen seien und nicht die Haltung des gesamten Landeskomitees widerspiegelten.

Joachim Unterländer ist CSU-Politiker und war mehr als zwanzig Jahre Mitglied des Bayerischen Landtags, wo er sich insbesondere für Familien-, Sozial- und Integrationspolitik einsetzte. Neben seinem Vorsitz im Landeskomitee der Katholiken in Bayern ist er ebenfalls im Vorstand des Kuratoriums der Katholischen Stiftungshochschule München und im Diözesanrat der Katholiken aktiv. DT/jna

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Alternative für Deutschland Bayerischer Landtag CDU Diözesanrat der Katholiken Einwanderungspolitik Friedrich Merz Joachim Unterländer Katholikinnen und Katholiken Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Weitere Artikel

Zuweilen überziehen die Autoren des „Schwarzbuches Staatsfunk“, aber sie fragen zurecht: Wie wollen ARD, ZDF & Co ihre Existenz rechtfertigen, wenn die Bürger das Vertrauen verlieren?
06.07.2026, 15 Uhr
Patrick Peters
Ministerin für Arbeit, Soziales und Schlagzeilen: Bärbel Bas haut gerne mal einen raus. Neueste Weisheit: Deutschland ist noch nicht bunt genug – wer es anders sieht, ist braun.
27.05.2026, 11 Uhr
Jakob Ranke
Das Programm des Katholikentags steht fest. Podien werden ohne AfD-Vertreter stattfinden, Wählern der Partei wolle man aber Gesprächsmöglichkeiten bieten, so ZdK-Präsidentin Stetter-Karp.
03.03.2026, 15 Uhr
Maximilian Lutz

Kirche

Gefährliches Spiel: Mit einem Antrag, der vorgibt, Pro Familia Fördergelder entziehen zu wollen, sollen Lebensrechtler umarmt und der Union Stammwähler entzogen werden.
11.07.2026, 14 Uhr
Stefan Rehder
Auf dem Pilgerweg nach Assisi: Wie eine stille Wanderwoche mir die Augen für das Drama von Krieg von Frieden geöffnet hat.
12.07.2026, 17 Uhr
Kai Weiß
Unerlaubte Bischofsweihen und Exkommunikation: Weit weg von Rom, in Écône, spürt man die Last eines historischen Moments jenseits der roten Linie.
09.07.2026, 09 Uhr
Alexander von Schönburg