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Stärkeres NATO-Engagement in Ukraine: Relative Mehrheit dagegen

Muss sich die NATO in der Ukraine stärker engagieren, um die ukrainische Bevölkerung zu schützen? Die Deutschen sehen dies eher nicht so, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage herausfindet.
Ukraine-Krieg - Flugzeugträger USS Harry S. Truman
Foto: Giuseppe Distefano (AP) | Von den katholischen Befragten ist ein Drittel der Meinung, ein stärkeres Engagement der NATO in der Ukraine sei nötig, um die Menschen vor den Angriffen Russlands zu schützen.

Die Deutschen sind gespalten in der Frage, ob ein stärkeres Engagement der NATO in der Ukraine nötig ist, um die Menschen dort vor den russischen Angriffen zu schützen. Während vier von zehn Befragten (40 Prozent) ein stärkeres NATO-Engagement nicht für notwendig halten, sind 33 Prozent gegenteiliger Ansicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 20 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen, sieben Prozent möchten dazu keine Angabe machen.

Katholische Befragte unentschlossener

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Es ist ein stärkeres Engagement der NATO in der Ukraine nötig, um die Menschen dort vor den russischen Angriffen zu schützen.“  Bei Befragten aus dem Westen fällt die Unterstützung für ein stärkeres NATO-Engagement etwas höher aus als im Osten (33 zu 30 Prozent). Kritisch sehen im Westen dagegen 39 Prozent eine verstärkte Militär-Präsenz der NATO in der Ukraine, im Osten beträgt der Wert 44 Prozent.  

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Von den katholischen Befragten ist ein Drittel der Meinung, ein stärkeres Engagement der NATO in der Ukraine sei nötig, um die Menschen vor den Angriffen Russlands zu schützen. Eine knappe Mehrheit von 37 Prozent ist gegenteiliger Ansicht. 24 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen. Von den Protestanten halten 32 Prozent ein stärkeres NATO-Engagement für notwendig, 43 Prozent halten dies nicht für richtig, 19 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen. Keine klare Tendenz ist bei freikirchlichen Befragten zu erkennen: 30 Prozent halten ein stärkeres NATO-Engagement für nötig, 29 Prozent dagegen nicht. Und 28 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Die Erhebung, für die 2.122 erwachsene Personen vom 18. bis 21. März befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Einzig die Wähler der Grünen (44 Prozent) und der SPD (41 Prozent) sind relativ-mehrheitlich der Meinung, dass ein stärkeres Engagement der NATO in der Ukraine nötig sei, um die Menschen dort vor den russischen Angriffen zu schützen. Die Anhänger der anderen Parteien sehen dies kritischer. 37 Prozent der FDP-Wähler halten ein stärkeres NATO-Engagement für notwendig, 36 Prozent der Unionswähler und 27 Prozent der Anhänger der Linken. Am seltensten halten Wähler der AfD ein stärkeres NATO-Engagement für geboten (24 Prozent).  DT/mlu

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