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„Stadt der Menschenrechte“ verurteilt Christenverfolgung

Der Wiener Gemeinderat erkennt offiziell an, dass Christen die weltweit am stärksten von Verfolgung betroffene Religionsgemeinschaft sind
Christenverfolgung Österreich
Foto: Vadim Ghirda (AP) | Der Wiener Gemeinderat verurteilt offiziell die weltweite Christenverfolgung. Der Antrag wurde von Gemeinderäten aus unterschiedlichsten Parteien in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend eingebracht und wurde ...

Nach vielen gescheiterten Versuchen ist es jetzt so weit: Der Wiener Gemeinderat verurteilt offiziell die weltweite Christenverfolgung. Der Antrag wurde von den Gemeinderäten aus unterschiedlichen Parteien in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend eingebracht und sogar einstimmig angenommen. Darin wird nicht nur die Christenverfolgung verurteilt, sondern die Verfolgung aller religiöser Minderheiten. Es gilt „offizielle Zeichen gegen die Verfolgung von Christ_innen sowie anderer Religionsgemeinschaften zu setzen und eine besondere Sensibilität für religiös motivierte Übergriffe und Diskriminierungen im eigenen Stadtgebiet zu entwickeln“, heißt es in dem verabschiedeten Antrag. 

Viele Konvertiten und Christen leben in Wien

In Wien leben viele Konvertiten sowie Christen, die vor der Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen sind. Besonders seit 2015 sind Christen aus Syrien vor der Verfolgung durch den IS nach Wien geflohen, heißt es in dem Text, der von Gemeinderäten aus ÖVP, SPÖ, NEOS, FPÖ und GRÜNE eingebracht wurde. In der österreichischen Hauptstadt seien orthodoxe, armenische und koptische Glaubensgemeinschaften wachsende religiöse Gruppen. Gerade in einer Stadt wie Wien, die sich als „Menschenrechtsstadt“ bezeichnet, müssten religiöse Minderheiten vor Diskriminierung und Beschränkung der Meinungsfreiheit geschützt werden. 

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Triebfeder hinter dem Antrag ist Caroline Hungerländer. Die Wiener Gemeinderätin der christlich-sozialen ÖVP versucht seit Jahren einen Antrag, der Christenverfolgung verurteilt, einzubringen. Bisher wurde er jedoch immer abgelehnt. „Vor einem halben Jahr sind neue Gespräche zustande gekommen und wir haben an einem Text gearbeitet, der für alle Parteien tragfähig ist“, so Hungerländer gegenüber der Tagespost.

Die Verurteilung der Christenverfolgung durch den Wiener Gemeinderat sei nicht nur ein symbolischer Schritt, schreibt Hungerländer auf ihrem Facebook-Account. „Der Beschluss zeigt, dass die Christenverfolgung kein kleines Randthema mehr ist, sondern immer breiter darüber gesprochen wird“, meint die ÖVP-Gemeinderätin. DT/esu

 

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