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Neuer Bundesbeauftragter für Religionsfreiheit steht fest

Lange gab es Befürchtungen, dass die Ampel-Regierung das Amt des Bundesbeauftragten für Religionsfreiheit nicht mehr besetzen würde. Nun tritt der SPD-Abgeordnete Frank Schwabe die Nachfolge von Markus Grübel an.
Frank Schwabe
Foto: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild) | Frank Schwabe, damaliger Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion, spricht bei der 164. Sitzung des Bundestags.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (51) ist der neue Beauftragte der Bundesregierung für die weltweite Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Vorgeschlagen wurde der evangelische Christ von Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). Gestern stimmte das Bundeskabinett dem Vorschlag zu. 

Schwabe: Religion verbindet über Nationen hinweg

Damit tritt Schwabe in die Nachfolge von Markus Grübel (CDU), der das 2018 geschaffene Amt als erster Beauftragte für Religionsfreiheit innehatte. Frank Schwabe ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2014 ist er außerdem Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion.

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In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), bei dem das Amt des Beauftragten für Religionsfreiheit angesiedelt ist, sagte Schwabe: „Die Zugehörigkeit zu einer Religion und Weltanschauung sind für viele Menschen integrativer Bestandteil ihrer Identität und verbinden Menschen über Nationen hinweg“. Die Einschränkung der Gewissens- und Glaubensfreiheit erlebe immer wieder eine erschreckende Renaissance. Das dürfe nicht hingenommen werden. Alle friedlichen religiösen Akteure und Gruppen müssten frei ihren Glauben ausleben dürfen. Für den Vater von drei Kindern zählt auch das Recht, keiner Religion anzugehören, zur Religionsfreiheit. DT/esu

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