Pro-Life Schwangerschaftszentren

Mehrheit der Amerikaner für die staatliche Finanzierung

Nach dem Vorstoß einer demokratischen Senatorin, Pro-Life-Beratungszentren zu schließen, kommt eine Umfrage zu dem Ergebnis: Die Beratungsstellen erfahren breite Unterstützung.
Lebensschützer in den USA
Foto: IMAGO/Paul Weaver (www.imago-images.de) | Schwangerschaftsberatungsstellen erbrachten Erhebungen zufolge im Jahr 2019 Dienstleistungen für fast zwei Millionen Menschen im Wert von annähernd 270 Millionen US-Dollar.

Eine kürzlich in den USA durchgeführte Online-Umfrage ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich eine deutliche Mehrheit der US-Bürger für die staatliche Finanzierung von Schwangerschaftskrisenzentren („crisis pregnancy centers“ oder „pregnancy resource centers“) ausgesprochen, die sich für das Leben einsetzen. In den USA gibt es unterschiedliche „Pro Life“-Organisationen, die solche Beratungs- und Hilfezentren für Schwangere in Konfliktsituationen unterhalten. In etlichen Staaten erhalten sie Unterstützung aus öffentlichen Geldern.

Die Umfrage wurde Anfang August durchgeführt, nachdem die demokratische Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts ein hartes Durchgreifen gegen die Schwangerschaftsberatungszentren gefordert hatte: „Wir müssen sie hier in Massachusetts schließen, und wir müssen sie im ganzen Land schließen“.

64 Prozent für die staatliche Finanzierung

Laut der Online-Plattform „thefederalist.com“ zeigt die unter 1.600 Teilnehmern durchgeführte Online-Umfrage, dass insgesamt 64 Prozent der Befragten die staatliche Finanzierung der Schwangerschaftskrisenzentren unterstützen, darunter 70 Prozent der Demokraten-Wähler. Nachdem die Teilnehmer der Umfrage gebeten wurden, zur Verfügung gestellte Erklärungen zu den Dienstleistungen zu lesen, die Schwangerschaftsberatungsstellen für Frauen bereitstellen – etwa Schwangerenvorsorge, Unterkunft, Kleidung und Windeln –, stieg die Zustimmung auf insgesamt 74 Prozent: bei den Demokraten-Wählern auf 73 Prozent, bei den Wählern der Republikanischen Partei sogar auf 78 Prozent. Der „Federalist“ schlussfolgert: „Diese Zahlen zeigen, wie weit der Vorstoß der Demokraten, Kliniken, die sich für das Leben einsetzen, zu unterdrücken, vom durchschnittlichen, mitfühlenden amerikanischen Wähler entfernt ist.“

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Die Demokraten arbeiten zusammen mit Big-Tech-Unternehmen gegen die Schwangerschaftszentren. Der „Federalist“ berichtet von einem Brief, den „eine Gruppe Senatoren der Demokratischen Partei“ an Sundar Pichai, CEO der Google-Muttergesellschaft Alphabet, geschickt habe, damit bei Google die Schwangerschafts-Betreuungszentren als „falsche Kliniken“ bezeichnet würden. Sie hätten Google aufgefordert, „Informationen über solche Kliniken in den Suchergebnissen zu verbergen.“

Die Abtreibungslobby kämpft derweil mit Händen und Füßen

Darauf spielt eine Pressemitteilung der Stiftung „Susan B. Anthony Pro-Life America“, einem landesweiten Netzwerk von nach eigenen Angaben mehr als einer Million Pro-Life-Amerikanern, vom 23. August an: Das Unternehmen „Yelp“ wolle „diskriminierende Warnhinweise auf die Einträge von Schwangerschaftszentren“ setzen, und „auch Google wurde von abtreibungsbefürwortenden Demokraten unter Druck gesetzt, Schwangerschaftszentren aus seinen Suchergebnissen auszuschließen.“

Die Pressemitteilung führt dazu aus: „Die Abtreibungslobby kämpft derweil mit Händen und Füßen gegen das Recht der Frauen auf eine informierte Zustimmung, einschließlich der Möglichkeit, den Herzschlag ihres Babys zu hören oder einen Ultraschall zu sehen.“

Jil Stanek vom Schwangeren- und Lebenshilfe-Netzwerk „Her PLAN“ weist in dem Zusammenhang auf die Bedeutung der „mehr als 2.700 Schwangerschaftszentren und Entbindungsheime im ganzen Land“ hin, die „Müttern und Babys Hoffnung und Hilfe bieten“. Die Kundenzufriedenheit betrage 99 Prozent. Laut dem „Charlotte Lozier Institute“, das sich zur Aufgabe gesetzt hat, „in der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis für den Wert des menschlichen Lebens, der Mutterschaft und der Vaterschaft zu fördern“ erbrachten die Schwangerschaftsberatungsstellen im Jahr 2019 Dienstleistungen für fast zwei Millionen Menschen im Wert von annähernd 270 Millionen US-Dollar „praktisch zum Nulltarif“ für die Bedürftigen. Diese Dienstleistungen umfassten Schwangerschaftstests, Ultraschalluntersuchungen, Windeln, Babykleidung, Bildungsprogramme und STI/STD (sexuell übertragbare Erkrankungen oder Infektionen)-Tests.

In Schwangerschaftsberatungsstellen waren laut dem „Charlotte Lozier Institute“ 68.832 Personen tätig, darunter 53.855 Freiwillige. Das Institut schätzt, dass „seit 2016 mehr als 800.000 Leben durch die gemeindenahe Betreuung von Schwangerschaftsberatungsstellen gerettet werden konnten.“

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