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Kirchliches Netzwerk für Migranten

Die Katholische Kirche in den USA und in Mexiko bildet ein Bündnis gegen geplante Massenabschiebung.
Migration zwischen Mexiko und den USA
Foto: Salvador Gonzalez (AP) | Zoll- und Grenzschutzbeamte der USA kontrollieren auf einer Brücke zwischen Mexiko und den USA Papiere. (Symbolfoto)

Die Kirche in Mexiko hat die US-Regierung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Migranten aus Mittelamerika aufgefordert. Mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Massenabschiebung von Einwanderern ohne gültige Aufenthaltspapiere mahnte der Vorsitzende der Mexikanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Rogelio Cabrera Lopez aus Monterrey, alle Entscheidungen müsse mit Respekt vor der Würde einer jeden Person getroffen werden.

Erzbischof Lopez: Massenabschiebung hat wirtschaftlich nachteilige Folgen

Die Tageszeitung „La Jornada“ (Sonntag) zitierte den Erzbischof mit den Worten, die Situation bedeute für betroffene Familien eine schwere Belastung. Er hoffe, dass die Tatsache berücksichtigt werde, dass viele Migranten jahrelang in den USA gearbeitet und den Staat unterstützt hätten, so Cabrera Lopez. Zugleich warnte er, dass eine Massenabschiebung wirtschaftlich nachteilige Folgen haben könne.

Kooperation der Kirche in den USA und in Mexiko

In den USA und in Mexiko arbeitet die Katholische Kirche unterdessen an einem Unterstützungsnetzwerk für mexikanische Migranten in den Vereinigten Staaten. Wie Erzbischof Victor Sanchez Espinosa der Tageszeitung „Milenio“ (Montag) bestätigte, stünden die Diözesen in New York und Puebla in ständigem Kontakt. Er sei dankbar, dass sie ihre Kirchen öffnen und Anwälte zur Verfügung stellen, sagte der Erzbischof von Puebla mit Blick auf die Bemühungen der Kirche in den USA. Es gebe im Großraum New York eine große Gemeinde mexikanischer Migranten aus der Region Puebla.

Hintergrund: Abschiebungen angekündigt

US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen angekündigt, Abschiebungen von Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigungen durchzuführen. In den USA leben Schätzungen zufolge rund elf Millionen Menschen ohne gültige Papiere. Massenabschiebungen gab es in den vergangenen Jahren immer wieder, auch unter dem demokratischen Präsidenten und Trump-Vorgänger Barack Obama.

KNA/DT (jobo)

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost.

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