Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Elizabeth II. ist tot

Kirchenvertreter trauern um verstorbene Queen

Zahlreiche Kirchenvertreter trauern um die verstorbene Elizabeth II. – und würdigen die Monarchin für ihren unermüdlichen Dienst am Land und ihren unerschütterlichen Glauben.
Statue von Königin Elizabeth II.
Foto: Lukas Coch (AAP)

Zahlreiche hochrangige Kirchenvertreter haben die am Donnerstag verstorbene britische Königin Elizabeth II. gewürdigt. Papst Franziskus sprach dem Königshaus in einem Telegramm an den Sohn der Königin, den neuen König Charles III., seine tiefe Betroffenheit und sein Beileid aus. Er schließe sich allen an, die über den Verlust der Königin trauerten und bete für ihre ewige Ruhe, so der Papst.

Unermüdlicher Dienst zum Wohle der Nation

Franziskus betonte, dass das Leben der Königin geprägt gewesen sei von „unermüdlichem Dienst zum Wohle der Nation und des Commonwealth“. Sie sei ein Beispiel für Pflichtbewusstsein und habe ein „unerschütterliches Zeugnis des Glaubens an Jesus Christus“ und der „festen Hoffnung auf seine Verheißungen“ gegeben. Darüber hinaus erklärte Papst Franziskus, König Charles III. in seine Gebete einzuschließen, „dass der allmächtige Gott Euch mit seiner unerschütterlichen Gnade stützen werde, während Ihr nun Eure hohe Verantwortung als König übernehmt“.  

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Elizabeth II. war am Donnerstagabend im Alter von 96 Jahren auf ihrem Landsitz Balmoral in Schottland im Familienkreis gestorben. Den Thron hatte sie bereits 1952 bestiegen, ihre Regentschaft dauerte mehr als 70 Jahre. Während ihrer Amtszeit hatte die Queen, die gleichzeitig auch das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche war, fast alle amtierenden Päpste getroffen. Nur Paul VI. (1963-1978) und Johannes Paul I. (1978) traf sie nicht. Mit Papst Franziskus traf sie zuletzt 2014 im Vatikan zusammen.

Auch der Anglikaner-Primas Justin Welby bekundete nach dem Tod der Königin seine Trauer. Elizabeth II. sei eine „treue Christin“ gewesen, die jeden Tag ihres Lebens ihren Glauben gelebt habe, so der Erzbischof von Canterbury in einer Mitteilung an die anglikanischen Gläubigen weltweit.  Ihr Vertrauen in Gott, so Welby, sei grundlegend dafür gewesen, wie sie ihr Leben geführt habe, „Stunde für Stunde, Tag für Tag“. Für ihren „Dienst am Volk und ihrem Gott“, der ihr große Freude und Erfüllung bereitet habe, schulde die Nation der Königin „unermessliche Dankbarkeit“.

Christlicher Glaube jeden Tag prägend

Der höchste Repräsentant der katholischen Kirche in England und Wales, Kardinal Vincent Nichols von Westminster, schloss sich den Kondolenzbekundungen an: „Selbst in meiner Trauer, die ich mit so vielen Menschen auf der ganzen Welt teile, bin ich erfüllt von einem immensen Gefühl der Dankbarkeit für das Geschenk an die Welt, das das Leben von Königin Elizabeth II. war.“ Auch Nichols verwies darauf, dass der christliche Glaube das Leben und Wirken der verstorbenen Monarchin jeden Tag ihres Lebens geprägt habe.

Der Vorsitzende der Irischen Bischofskonferenzen, Erzbischof Eamon Martin, würdigte den Einsatz der Queen „für den Glauben, für die Familie und für Frieden und Versöhnung“. Sie habe sich „nicht nur für ihre königlichen Pflichten und Verantwortlichkeiten, sondern auch für das Gemeinwohl eingesetzt“, sagte der Erzbischof von Armagh und irische Primas.  DT/mlu/KNA

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