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Irak: Wiederaufbau christlicher Dörfer geht voran

Knapp die Hälfte der vor dem IS geflohenen Christen seien bereit in ihre Häuser in der irakischen Ninive-Ebene zurückgekehrt, so Lucia Wicki-Rensch, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei „Kirche in Not“ in Luzern.
Wiederaufbau von jesidischen Tempeln im Irak
Foto: Andrea DiCenzo (dpa) | Eine Grosszahl der Tempel in der überwiegend von Christen und Jesiden bewohnten Stadt wurden von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstört und werden nun nach der Befreiung durch irakische Truppe neu aufgebaut.

Im Irak geht der Wiederaufbau der vom sogenannten „Islamischen Staat“ zerstörten Häuser, Klöster und Kirchen voran. Dies erklärt Lucia Wicki-Rensch im Gespräch mit der „Tagespost“. Die Schweizerin, die die Öffentlichkeitsarbeit des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ in Luzern leitet, reiste kürzlich in den Irak, um sich ein Bild von der Lage des krisengeplagten Landes zu machen.

41 Prozent der zerstörten Häuser wieder aufgebaut

Nach der Vertreibung des IS habe man zunächst die Zuständigkeiten für den Wiederaufbau die Hilfsmaßnahmen klären müssen. „Kirche in Not war jedoch von Anfang an klar, dass wir uns beim Wiederaufbau engagieren müssen“, so Wicki Rensch. Bis Ende 2018 seien 41 Prozent der zerstörten Häuser wieder aufgebaut worden. „In den christlichen Dörfern spürte ich eine Aufbruchsstimmung.“

Knapp die Hälfte der vor dem IS geflohenen Christen seien bereit in ihre Häuser in der irakischen Ninive-Ebene zurückgekehrt, so Wicki-Rensch weiter. „Dies ist eine beeindruckende Zahl.“ Die meisten dieser Christen lebten während der IS-Okkupation im kurdischen Exil in Erbil. „Für diese Christen kam es nie in Frage, ins Ausland zu gehen und ihre christlichen Dörfer aufzugeben.“ Seit 2000 Jahren lebten Christen in der Region. Sie fühlten sich daher ihren Vorfahren, aber auch der Tradition verpflichtet, meint die Vertreterin von Kirche in Not.

Keine akute Gefahr, Zukunft des Landes dennoch ungewiss

Eine Gefahr für Leib und Seele müssten Christen im Irak momentan nicht fürchten. Dennoch könne niemand genau sagen, wie es im Land weitergehen werde. „Die Spannungen zwischen dem Zentralstaat und dem irakischen Kurdengebiet sind real. Die Minderheiten sind im Irak generell in einer schwächeren Position und müssen daher besonders vorsichtig agieren.“

DT

Ob Lucia Wicki-Rensch glaubt, dass die christliche Gemeinschaft des Irak eine Zukunft hat, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. April 2019.

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Maximilian Lutz Christen Islamischer Staat Kirche in Not Päpste Wiederaufbau

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