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Einwohner kehren nach Aleppo zurück

Bisher bleiben die befürchteten Übergriffe durch Islamisten in Syrien aus, berichten christliche Quellen. Die Zukunft jedoch bleibt unklar.
Kirche in Aleppo
Foto: IMAGO/Karam Almasri (www.imago-images.de) | Wie weiter für Syriens Christen? Am 1. Dezember, kurz nach der Einnahme durch Rebellengruppen, herrscht in Aleppo eine relative Ruhe.

Nachdem ein Großteil Syriens in die Hände von islamistischen Rebellen gefallen ist, wachsen die Sorgen um die Behandlung von religiösen Minderheiten. Die Rebellen geben sich tolerant, aber ihre Glaubwürdigkeit bleibt zweifelhaft. Immerhin: Nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur KNA hat der griechisch-orthodoxe Bischof von Aleppo und Alexandretta, Metropolit Ephraim gegenüber einem griechischen Portal erklärt, die geflohenen Einwohner Aleppos würden wieder in die Stadt zurückkehren.

Weder Zivilisten noch christliche Minderheiten angegriffen

Es herrsche, so der Metropolit, „absolute Stille“ und viele würden noch abwarten, was als nächstes geschieht. Die Rebellen hätten aber versprochen, den Christen nichts anzutun. Die Sorgen lägen vielmehr anderenorts, meint der Metropolit: Aktuell mangele es wegen der geschlossenen Banken an Bargeld. Auch die steigenden Warenpreise würden dieses Problem verschlimmern: „Produkte und Lebensmittel sind da, aber die Leute haben kein Geld“, berichte der griechisch-orthodoxe Bischof laut der KNA.

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Derweil pocht das katholische Hilfswerk missio auf dauerhaften Schutz für religiöse Minderheiten und einen friedlichen politischen Übergang. Die Nahost-Referentin und stellvertretende Leiterin der Abteilung Ausland bei missio Aachen, Romina Elbracht, erklärte gegenüber „Vatican News“: „Unsere Partner vor Ort haben uns zurückgemeldet, dass abgesehen von den wenigen Unruhen in Damaskus die Situation auch weiterhin ruhig ist.“ Die bewaffneten Gruppen „greifen weder Zivilisten noch christliche Minderheiten an“.

Situation ist aktuell friedlicher als vermutet

Im Widerspruch zu den ersten Befürchtungen hätten „nach Informationen unserer Partner vor Ort“, so Elbracht, „die Rebellen gegenüber Minderheiten jetzt mehrfach betont, dass ihr Ziel ausschließlich der Sturz des Assad-Regimes gewesen sei und sie keine Rache oder Repressalien gegenüber Minderheiten üben wollen.“ Besonders „positiv“ sei auch das Ausbleiben von Übergriffen auf christliche Häuser, Kirchen oder Institutionen in Aleppo gewesen. Trotzdem „bleibt natürlich abzuwarten, wie stabil und glaubwürdig diese Zusicherungen sind, vor allem in einem jetzt vielleicht länger andauernden Machtvakuum“, prognostizierte die Nahost-Referentin von „Missio“.

Alles in allem seien die aktuellen Umstände laut Elbracht „noch zu unklar und dynamisch“, um über die Hoffnung der Syrischen Einwohner auf eine Rückkehr „etwas Verbindliches sagen zu können“. Auch andere externe Akteure wie die Türkei würden dabei „mitreden wollen“. Trotzdem sei der jetzige Stand „zwar friedlicher, als viele es vielleicht von Anbeginn vermutet hatten“, aber die Umstände seien „dennoch zu chaotisch und dynamisch“. DT/jmo

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