Beeindruckt von Papst Leo XIV. zeigt sich Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen. „Mit diesem Papst wurde eine sehr, sehr gute Wahl getroffen“, so der Bundespräsident nach seiner Audienz am Donnerstag in Rom. Van der Bellen, der 2017 und 2021 bei Papst Franziskus zur Audienz geladen war, würdigte dessen Nachfolger als „Mensch des Friedens“. Der Name von Papst Franziskus wird für den österreichischen Bundespräsidenten, der selbst evangelischer Christ ist, „immer für Nähe und Menschlichkeit stehen“.
Er habe „den Papst aufs Wärmste nach Österreich eingeladen“, so der Bundespräsident. Er hoffe, den Besuch von Papst Leo noch in seiner Amtszeit als Präsident zu erleben, könne sich aber vorstellen, wie dicht gefüllt dessen Terminkalender schon jetzt sei. Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, unterstützt die Einladung des Papstes nach Österreich. Zugleich erinnerte Erzbischof Lackner daran, dass er Leo XIV. im November „bereits ganz persönlich eine herzliche Einladung nach Österreich“ ausgesprochen habe. „Die Freude, den Heiligen Vater in Wien oder vielleicht sogar in Salzburg begrüßen zu können, wäre gewiss für die ganze Kirche Österreichs übergroß.“
Papst Johannes Paul II. besuchte Österreich in seinem langen Pontifikat dreimal: 1983, 1988 und 1998. Papst Benedikt XVI., der – wie sein Amtsvorgänger – die Alpenrepublik gut kannte, reiste im September 2007 nach Mariazell, Wien und Stift Heiligenkreuz. Papst Franziskus fand für Österreich keine Zeit. Papst Leo XIV. war im Jahr vor seiner Wahl zum Nachfolger Petri bereits zu einem Besuch in Wien; nun ist er als Oberhaupt der Kirche offiziell eingeladen. (DT/sba)
Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.









