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„Habt keine Angst, ,Ja‘ zu Christus zu sagen“

Leo XIV. ermutigt Bischöfe, Priester, Ordensleute und pastorale Mitarbeiter, Christus ohne Angst zu folgen. Die Kirche solle Salz und Licht des Landes sein, den Frieden fördern und Ungerechtigkeiten klar benennen.
Papst Leo trifft Bischöfe, Priester, Ordensleute und pastorale Mitarbeiter in Luanda
Foto: IMAGO/Luca Zennaro (www.imago-images.de) | Papst Leo trifft Bischöfe, Priester, Ordensleute und pastorale Mitarbeiter in Luanda. Insbesondere an die jungen Menschen in Seminaren gerichtet, sagte er: „Habt keine Angst, ‚Ja‘ zu Christus zu sagen, euer Leben ...

Am Montagabend ist Papst Leo XIV. in Luanda, wohin er nach der Heiligen Messe in Saurimo zurückgekehrt war, mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und pastoralen Mitarbeitern zusammengetroffen. 

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Nach der Begrüßung durch Erzbischof José Manuel Imbamba von Saurimo als Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé sowie den drei Erfahrungsberichten eines Missionars, der ein selbst komponiertes Lied („Wir verkünden das Evangelium“) vortrug, eines Katecheten und einer Ordensschwester ermutigte der Papst seine Zuhörer, „Christus das Herz ganz zu öffnen“. Leo XIV. dankte für „das Werk der Evangelisierung“, für die Hoffnung auf Christus, „die in die Herzen der Menschen gesät worden sei“, und für die Nächstenliebe gegenüber den Ärmsten. Zugleich würdigte er ihren beharrlichen Beitrag zum Fortschritt des Landes auf dem „soliden Fundament der Versöhnung und des Friedens“.

Christus „nimmt nichts, und er gibt alles"

Gegen die Versuchung, „zu zögern, ihm die Zügel eures Lebens zu überlassen“, erinnerte Leo XIV. an die Worte Benedikts XVI.: Christus „nimmt nichts, und er gibt alles. Wer sich ihm gibt, der erhält alles hundertfach zurück.“ Insbesondere an die jungen Menschen in Seminaren gerichtet, sagte er: „Habt keine Angst, ‚Ja‘ zu Christus zu sagen, euer Leben ganz nach seinem Vorbild zu gestalten! Fürchtet euch nicht vor dem Morgen: Ihr gehört ganz dem Herrn. Es lohnt sich, ihm in Gehorsam, Armut und Keuschheit zu folgen.“ Jesus nehme nichts. „Das Einzige, was er uns nimmt und auf sich nimmt, ist die Sünde.“

Mit Blick auf 50 Jahre Unabhängigkeit Angolas sagte der Papst, die Zukunft des Landes gehöre allen Angolanern. Alle hätten das Recht, am Aufbau des Landes teilzuhaben und gleichermaßen an seinen Früchten Anteil zu haben. „Doch die Jünger des Herrn haben die Pflicht, dies nach dem Gesetz der Liebe“ zu tun. 

Besonderes Gewicht legte Leo XIV. auf die „kontemplative Dimension der ständigen Weiterbildung“. Christus erkenne man zwar durch eine gute Ausbildung, durch Programme der Diözesen und Institute sowie durch ernsthaftes persönliches Studium. Das sei nötig, damit die Gläubigen erleuchtet und auch vor den „gefährlichen Illusionen des Aberglaubens“ bewahrt würden. Doch Ausbildung sei umfassender: Sie betreffe „die Einheit des inneren Lebens, die Sorge um uns selbst und um die Gnade Gottes, die wir empfangen haben“.

Die Familie als Wiege der Berufung

Neben der Treue, „die durch die Einheit der Priester mit ihrem Bischof und mit den Mitbrüdern im Presbyterium sowie der Ordensleute mit ihren Oberen erleichtert wird“, soll „die Brüderlichkeit untereinander mit Offenheit und Transparenz“ gepflegt werden. Priester und Ordensleute sollten nicht überheblich und selbstbezogen werden, sich nicht vom Volk lösen, besonders nicht von den Armen, und jedes Streben nach Privilegien meiden.

Für die Treue zur eigenen Sendung seien sowohl die priesterliche oder religiöse Gemeinschaft als auch die Herkunftsfamilie unverzichtbar. Gerade die Familie sei oft die Wiege der Berufung gewesen. Den Angehörigen dankte er ausdrücklich dafür, dass sie diese Berufungen gepflegt, unterstützt und geschützt hätten.

Schließlich stellte der Papst die „Verkündigung des Friedens“ in den Mittelpunkt. In der Vergangenheit habe die Kirche in Angola Mut bewiesen, als sie „die Geißel des Krieges angeprangert und die geplagten Bevölkerungsgruppen unterstützt“ sowie „Wege zur Beendigung des bewaffneten Konflikts“ aufgezeigt habe. Die Kirche solle weiter ein versöhntes Gedächtnis fördern, zur Eintracht erziehen und das Zeugnis jener würdigen, die nach schwerem Leid vergeben hätten. Zugleich erinnerte Leo XIV. an das Wort Pauls VI., „Entwicklung [ist] der neue Name des Friedens“. Die Kirche müsse weiterhin Ungerechtigkeiten anprangern, „Vorschläge im Sinne der christlichen Liebe“ machen und großzügig an der ganzheitlichen Entwicklung des Landes mitwirken – besonders in Bildung und Gesundheitswesen.

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