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6.000 Lebensschützer in Berlin und Köln

Lebensrecht für Jedermann: Am Samstagnachmittag demonstrierten wieder Tausende gegen die Abtreibung. Die Gegendemonstranten hatte die Polizei im Griff.
Marsch für das Leben 2026 in Köln
Foto: Josef Kuhn | Fröhliche, kölsche Stimmung beim Marsch für das Leben: Statt sich von der sogenannten „Antifa" irritieren zu lassen, feierten die Lebensschützer singend das Leben.

Am Samstag sind insgesamt 6.000 Teilnehmer zu den Märschen für das Leben in Berlin und Köln gekommen. 2.000 Lebensschützer gingen in Köln für den Schutz des ungeborenen Lebens auf die Straße. Das meldete der Organisator, der Bundesverband Lebensrecht (BVL). Vorgesehen war der vierte Kölner Marsch nach Angabe der Kölner Polizei für 3.000 Personen sowie 3.000 Gegendemonstranten, die die Versammlung „Pro Choice“ angemeldet hatten. Die Kölner Polizei machte auf Anfrage dieser Zeitung keine Angabe zu tatsächlichen Teilnehmern oder Gegendemonstranten. Mit „einigen Hundertschaften“ sei sie vertreten gewesen.

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Um 13 Uhr startete die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Kölner Neumarkt. Bühnenredner war der Theologe und Autor Markus Voss. Die Route führte die Demonstranten vom Neumarkt aus an der Apostelkirche vorbei über die Zeughausstraße durch die Innenstadt. Die Veranstaltung endete gegen 16 Uhr am Neumarkt. Zu Beginn gab es einen Farbanschlag auf den Stand der Stiftung Ja zum Leben. Zwei Gegendemonstranten hatten sich grüne Westen der Lebensschützer verschafft und sich unbemerkt zu dem Stand bewegt. Während der Bühnenveranstaltung drängten sich mehrere Gegendemonstranten mit einem Banner vor die Bühne. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erhielt ein Gegendemonstrant, der während des Marsches das Banner mit Farbe besprühte. Die Veranstalter zeigten sich trotz allem am Ende zufrieden.

Marsch für das Leben Köln 2026
Foto: Josef Kuhn | Ausgelassene Stimmung prägten den Marsch für das Leben am Samstag. Dafür sorgten in erster Linie die vielen jungen Teilnehmer und Helfer.

Zu den Teilnehmern zählten neben dem Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp vor allem Familien, dazu Priester, Ordensleute und Menschen in den Zwanzigern. Anwesend waren auch Lebensschutzorganisationen wie die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), die Jugend für das Leben, die Ärzte für das Leben und die Christdemokraten für das Leben (CDL).

Zeitgleich: Märsche in Berlin und Zürich

In Berlin kamen laut Angaben des BVL 4.000 Personen zum 22. Marsch für das Leben. 600 Gegendemonstranten seien angemeldet gewesen; tatsächliche Zahlen nannte die Polizei auch hier nicht. Um 12 Uhr startete eine Demonstration zum „Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung“, unmittelbar neben dem Washingtonplatz. Zu den prominenten Teilnehmern vom Marsch für das Leben gehörten der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Josef Graf, der Passauer Bischof Stefan Oster, der emeritierte Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke OSB und der Augsburger Weihbischof Florian Wörner. Bühnenrednerin war unter anderem Cornelia Kaminski, die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), und der CDU-Politiker Hubert Hüppe.

Die Route in Berlin startete und endete am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof und führte unter anderem über die Invalidenstraße, den Platz des 18. März, den Potsdamer Platz und Unter den Linden entlang. Der Zug wurde bei der Charité-Klinik gestoppt, da Gegendemonstranten auf der Brücke standen und ein Banner aufhängen wollten. Die Polizei hatte die Lage schnell im Griff. Zu den Teilnehmern gehörten die Petrusbrüder, Priester, einige Schwestern, orthodoxe Christen, Vertreter einiger Freikirchen, die Gruppen „Katholisch in Berlin“, Pfadfinder und die Jugend für das Leben.

Um 15 Uhr startete auf dem Marktplatz Zürich-Oerlikon der 16. „Marsch fürs Läbe“ unter dem Motto „Together for Life!“ 2.200 Teilnehmer kamen nach Veranstalterangaben. Wieder fand die Veranstaltung nicht in der Innenstadt statt, was die Stadt Zürich mit Sicherheitsüberlegungen begründete. Vom Marktplatz aus ging es in weiter Runde bis zum Hauptbahnhof. Die Kundgebung wurde wenige hundert Meter nach Beginn von vermummten Gegendemonstranten auf Fahrrädern blockiert. Erst durch Wasserwerfer konnte die Polizei die Blockade auflösen. Die nächsten Märsche für das Leben werden am 10. Oktober 2026 in Wien, am 31. Oktober in Saarbrücken, in München – wieder am zweiten Samstag nach Ostern – am 10. April 2027 und am 18. September 2027 in Berlin und Köln stattfinden. DT/elih

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