Am Samstag sind wieder 4.000 Lebensschützer zum sechsten Münchner Marsch für das Leben gekommen. Das meldete der Organisator „Stimme der Stillen“ auf Anfrage dieser Zeitung. Angemeldet war die Demonstration nach Angabe der Münchner Polizei für 8.000 Personen sowie 200 Gegendemonstranten.
Um 13 Uhr startete die Veranstaltung mit einer Kundgebung auf dem Königsplatz. Bühnenredner waren unter anderem die nigerianische Biomedizinerin und Lebensrechtsaktivistin Obianuju Ekeocha
und der Publizist Mathias von Gersdorff. "Gebt nie auf" ermutigte Ekeocha die Teilnehmer.
Aufgehalten von der Antifa
Zu ihnen zählten neben dem Regensburger Weihbischof Josef Graf und dem Münchner Innenstadtpfarrer Daniel Lerch zahlreiche Familien, Priester und Ordensleute. Organisierte Busgruppen kamen unter anderem aus Cham, Neumarkt i. d. Oberpfalz, vom Chiemsee und aus der Nähe von Ulm. Anwesend waren Lebensschutzorganisationen wie 1000plus, Kaleb, Sundays for Life, die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), die Christdemokraten für das Leben (CDL) und die Aktion Leben mit Informationsständen.
Die Route führte die Demonstranten vier Kilometer durch Münchens Innenstadt, über den Karolinenplatz und die Barer Straße vorbei an der Ludwigskirche und dem Siegestor. An den Straßenrändern und aus den Wohnungsfenstern riefen Pro-Life-Gegner den Lebensschützern Beleidigungen zu. Der Zug musste auf der Schellingstraße für 45 Minuten unterbrochen werden und wurde aufgeteilt, weil Gegendemonstranten die Straße blockierten. Die Veranstaltung endete gegen 16.30 Uhr mit einem Segen von Weihbischof Graf auf dem Königsplatz. Die nächsten Märsche für das Leben werden am 25. April 2026 in Salzburg, in Berlin und Köln am 19. September 2026 und in München wieder am 10. April 2027 stattfinden. DT/elih
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