Jetzt haben die Ernennungen von Papst Leo auch die größte Behörde des Vatikans erreicht: das personalstarke Dikasterium für die Soziale Kommunikation, unter dessen Dach Papst Franziskus sämtliche Vatikanmedien samt Buchverlag und Druckerei zusammengefasst hatte.
Der Präfekt Paolo Ruffini, Laie und ausgebildeter Journalist, der 2018 zum Chef der Vatikanmedien ernannt worden war, geht zum 1. November in den Ruhestand und Nachfolger wird eine Frau: die gebürtige Mexikanerin Maria Montserrat Alvarado. Sie ist damit neben der italienischen Ordensfrau Simona Brambilla vom Dikasterium für die Orden und geistlichen Gemeinschaften die zweite Präfektin an der Römischen Kurie.
Eine Ehre für EWTN
Seit 2023 war Alvarado Präsidentin und „Chief Operating Officer“ von EWTN News, der Nachrichtenabteilung des „Eternal Word Television Network“, wo sie internationale Medienplattformen leitet, die Inhalte in sieben Sprachen über Fernsehen, Printmedien, Radio, digitale Medien und soziale Medien produzieren. Die Ernennung durch Papst Leo, die der Vatikan heute bekannt gab, ist auch eine Ehrung des von Mutter Angelica 1981 gegründeten Fernsehsenders, der bei Papst Franziskus in Ungnade gefallen war.
Vor 40 Jahren in Mexiko-Stadt geboren, erwarb Alvarado ihre akademischen Abschlüsse an der Florida International University und der George Washington University. Von 2009 bis 2023 hatte sie Führungspositionen beim „Becket Fund for Religious Liberty“ inne. Seither ist sie Präsidentin bei EWTN.
„Jesus der Welt mitteilen“
Alvarado ist die erste Frau, die keinem religiösen Orden angehört und an der Spitze einer vatikanischen Einrichtung steht, wie Schwester Brambilla vom Ordens-Dikasterium oder Schwester Raffaella Petrini, die das Governatorat des Vatikanstaats leitet.
In einer ersten Erklärung nach der Bekanntgabe ihrer Ernennung teilte Alvarado mit: „Auch wenn diese Ernennung unerwartet kommt, nehme ich sie mit dem ehrlichen Wunsch an, dem Heiligen Vater am Beginn seines Pontifikates zu dienen. Ich bin Paolo Ruffini für seine Leitung in den vergangenen Jahren dankbar und kann es kaum erwarten, die wichtige Arbeit der Stärkung des Dikasteriums in einem Geist der Freundschaft und Hoffnung weiterzuführen, damit es weiterhin der Kirche in Rom und überall zu Dienst dabei sein kann, Jesus der Welt mitzuteilen.“ DT/gho
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