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Neuer Nuntius in Berlin eingetroffen

Der niederländische Erzbischof Hubertus van Megen wurde von Vertretern von Staat und Kirche empfangen. Sein Amt tritt er offiziell erst nach der Übergabe des Beglaubigungsschreibens an den Bundespräsidenten an. 
Ankunft des neuen Nuntius in Berlin
Foto: Deutsche Bischofskonferenz/Matthias Kopp | Ankunft des neuen Nuntius in Berlin. Im Bild: der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, und Erzbischof Hubertus Matheus Maria van Megen.

Der neue Apostolische Nuntius in Deutschland ist in Berlin eingetroffen. Wie das Nachrichtenportal „Vatican News“ mitteilte, wurde der niederländische Erzbischof Hubertus Matheus Maria van Megen am Montag unter anderem von einer Vertreterin des Auswärtigen Amtes, dem aktuellen Doyen des Diplomatischen Korps sowie vom stellvertretenden Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, empfangen, der Willkommensgrüße an ihn richtete. Mit der Ankunft in Berlin tritt van Megen sein neues Amt noch nicht offiziell an. Dies geschieht erst mit der Übergabe seines Beglaubigungsschreibens an den Bundespräsidenten. Damit wird in den kommenden Monaten gerechnet.

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Der neue Nuntius versteht seine Aufgabe selbst als die eines „Mediators" und „Brückenbauers" zwischen Ortskirche und Universalkirche, wie er es in einem Interview mit „Vatican News“ sagte. Vatikanische, italienische und internationale katholische Medien hatten bereits nach seiner Ernennung darauf hingewiesen, dass seine langjährige Erfahrung in diplomatisch sensiblen Regionen gerade mit Blick auf die Beziehungen zwischen Rom und der Kirche in Deutschland von Bedeutung sein könnte. Insbesondere Bischofsernennungen sowie die Umsetzung der Weltsynode und offene Fragen des Synodalen Wegs dürften dabei zu Bewährungsfeldern des neuen Nuntius werden.

„Ort der Begegnung und des Dialogs"

In diesem Kontext stand auch dessen Empfang in Berlin. In seinem Willkommensgruß wünschte Gerber dem neuen Nuntius „Gottes reichen Segen“ und beschrieb die Nuntiatur als einen „Ort der Begegnung und des Dialogs“. Zugleich dankte er für „den vielfältigen Dienst, den die Nuntiatur in unserem Land leistet. Sie dürfen sicher sein, dass wir uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen freuen“. Darüber hinaus betonte Gerber die Bedeutung der persönlichen Präsenz des Nuntius im Land: „Es ist stets ein gutes Zeichen, wenn der Botschafter im Land unterwegs ist. So können die Menschen Sie kennenlernen und Sie die Menschen.“

Mit Blick auf die gemeinsamen christlichen Wurzeln Deutschlands und der Niederlande verwies er auf den heiligen Bonifatius: „In seiner Spur sind wir heute gefordert, in unserer Gesellschaft den Glauben zu bezeugen und zusammen mit allen Menschen guten Willens an einer Kultur zu bauen, die vom Bewusstsein der Würde eines jeden Menschen geprägt ist.“ 

Vermittler in schwierigen kirchlichen Zeiten

Papst Leo XIV hatte van Megen am 9. April 2026 zum neuen Nuntius in Deutschland ernannt. Am selben Tag nahm er das altersbedingte Rücktrittsgesuch seines Vorgängers, Erzbischof Nikola Eterović, an. Dieser hatte sein Amt zwölf Jahre ausgeübt.

Erzbischof van Megen wurde 1961 im niederländischen Eygelshoven geboren. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1987 trat er 1994 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Nach Stationen unter anderem in Brasilien, Malawi, Sudan und Eritrea wurde er 2014 zum Erzbischof geweiht. Anschließend wirkte er als Apostolischer Nuntius im Sudan und in Eritrea. Deutschland ist kein Krisengebiet – aber kirchenpolitisch kein einfaches Terrain. In einer Phase anhaltender innerkirchlicher Debatten kommt seiner Rolle als diplomatischer Vermittler besondere Bedeutung zu.  DT/dsc

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