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Spanischer Erzbischof: Eucharistie verlangt Umkehr und Anbetung

Wer zur Kommunion gehen wolle, müsse prüfen, ob sein Leben in voller Gemeinschaft mit Christus und der Kirche stehe, sagt der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz.
Erzbischof Luis Argüello
Foto: IMAGO/Alberto Ortega (www.imago-images.de) | Würde man von einem DBK-Vorsitzenden so vielleicht eher nicht erwarten: Erzbischof Luis Argüello, der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, legt dar, wann die Heilige Kommunion nicht empfangen werden kann.

Im Vorfeld von Fronleichnam und des bevorstehenden Spanienbesuchs von Papst Leo XIV. hat der Erzbischof von Valladolid und Vorsitzende der spanischen Bischofskonferenz, Luis Argüello, einen Hirtenbrief veröffentlicht. Für Argüello ist Fronleichnam eine Gelegenheit, nach der Osterzeit noch tiefer über die Eucharistie nachzudenken. Diese sei „Opfer, Mahl und wirkliche Gegenwart“ zugleich. Christen seien aufgerufen, diese drei Dimensionen nicht nur liturgisch zu feiern, sondern verwandelt aus der Eucharistie hervorzugehen und sie im persönlichen wie gemeinschaftlichen Leben sichtbar werden zu lassen.

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Besonderen Nachdruck legt der Erzbischof auf die würdige Vorbereitung zur Kommunion. Er warnt davor, „mit Eile“ oder bloß aus Routine zur Eucharistie zu gehen. Zur Vorbereitung gehöre wesentlich die Gewissenserforschung. Wer bewusst und fruchtbar kommunizieren wolle, müsse sich fragen, ob sein Leben mit der vollen Gemeinschaft mit Christus und der Kirche vereinbar sei. Argüello hebt dabei das Bußsakrament hervor: „Wir nehmen an der Eucharistie teil, weil wir getauft sind – und das Leben als Getaufte muss durch diese zweite Taufe, das Sakrament der Versöhnung, erneuert werden.“ Wenn schwere Sünde den Eintritt des lebendigen Herrn ins Herz blockiere, solle diese Wunde im Sakrament der Versöhnung geheilt werden.

Bedeutung der Eucharistie und der Ehe achten

Klar benennt Argüello Situationen, in denen der Kommunionempfang nicht möglich sei: schwere Verfehlungen gegenüber Mitmenschen, das öffentliche Eintreten für Positionen, die der christlichen Moral widersprechen, oder eine neue eheähnliche Verbindung nach dem Scheitern einer sakramentalen Ehe. Betroffene gehörten weiterhin zur Kirche und könnten an ihrem Leben teilnehmen – sie müssten jedoch wissen, dass der „Bruch des Bundes-Sakraments" den Empfang der Eucharistie verhindere. Der Schmerz darüber solle den Wunsch wecken, „eine Lösung zu suchen, die sowohl die Bedeutung der Ehe als auch der Eucharistie achtet.“

Die Eucharistie verlange Gebet, Bildung, Brüderlichkeit, Vergebung, Feindesliebe und Einsatz für das Gemeinwohl – nicht nur das Einfordern von Rechten, sondern auch die Anerkennung von Pflichten. Erzbischof Argüello bezeichnet Christen als „ständige Lernende der Eucharistie und des Sonntags“. Das Fronleichnamsfest, in diesem Jahr bereichert durch die Anwesenheit des Papstes in Spanien, solle dazu anspornen, das „Geheimnis des Glaubens“ neu zu bekennen. (DT/jg)

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