Papst Leo XIV. hat zum Abschluss seines Aufenthalts in Madrid den Einsatz der freiwilligen Helfer gewürdigt. Bei einer Begegnung mit rund 17.000 Helfern auf dem Messegelände Ifema dankte er am Dienstag für deren Engagement.
Die Freiwilligen hätten sich „aus Liebe zum Herrn, zur Kirche und zum Papst“ in den Dienst der Reise gestellt, sagte Leo XIV. in seiner Ansprache. Viele hätten Urlaub genommen oder sich über Monate hinweg engagiert. Jeder habe „sein Herz, seine Hände, seine Ideen, seine Talente und sein Lächeln eingebracht“.
Christen seien dazu berufen, „der Welt den Sauerteig der Selbstlosigkeit zu bringen“, erklärte Leo XIV. In einer Welt, die häufig von Eigeninteresse und Profitdenken geprägt sei, brauche es die Logik des Evangeliums und eines ganzheitlichen menschlichen Wachstums. Die Freiwilligen hätten dies während der vergangenen Tage bezeugt. „Vielleicht wird dies in den Statistiken nicht erfasst, aber wir wissen, dass diese Stadt in diesen Tagen auch dank euch gewachsen ist und dem Reich Gottes näher gekommen ist“, sagte der Papst.
Vor seiner Ansprache hatten zwei Freiwillige dem Papst von ihren Erfahrungen berichtet. Mercedes Rodriguez Loeb bezeichnete die monatelange Vorbereitung auf den Besuch von Leo XIV. als Geschenk der Kirche. Diese habe sie „in den schlimmsten Momenten gestützt“ und sich in den schönsten mit ihr gefreut, sagte sie.
Nuño Adam Castrillo, Vater von acht Kindern und verantwortlich für die Freiwilligenplattform zur Organisation des Papstbesuchs, berichtete, ursprünglich habe man 10.000 Helfer gesucht, letztlich hätten sich mehr als 17.000 Menschen gemeldet. Bereits die öffentliche Aussage „Ich bin Freiwilliger“ sei heute eine Form der Evangelisierung. Das Beste, was ein Mensch gebe, werde durch das Schenken nicht weniger: „Es verbraucht sich nicht, sondern wächst.“
Verborgene Liebe
Der Erzbischof von Madrid, Kardinal José Cobo Cano, würdigte den Einsatz der Helfer als „verborgene Liebe“, die den Besuch des Papstes getragen habe. Die Freiwilligen hätten das „schönste Antlitz der Kirche“ sichtbar gemacht. In einer Welt, die müde sei von Spaltungen und Lärm, besitze das Evangelium weiterhin die Kraft, die Herzen der Menschen zu berühren und Wege der Brüderlichkeit zu eröffnen. Zum Abschluss der Begegnung bat der Kardinal den Papst, die Grundsteine von 18 künftig geplanten Kirchen der Erzdiözese Madrid zu segnen.
Angekommen in der katalanischen Hauptstadt Barcelona, leitete der Papst am Mittag in der Kathedrale Santa Creu i Santa Eulàlia das Stundengebet und rief die Gläubigen zur Einheit auf. Die Kirche sei eine von Gott geliebte Braut und zugleich ein einziger Leib, dessen Glieder durch denselben Geist verbunden seien. Zusammenarbeit sei deshalb keine Frage des Stils, sondern eine innere Notwendigkeit.
Papst Leo XIV. rief die Gläubigen dazu auf, zu „Baumeistern der Einheit“ zu werden. Barcelona und Katalonien hätten eine besondere Berufung und Verantwortung, diesem Auftrag gerecht zu werden. In einer von Kriegen und Spaltungen geprägten Welt brauche es Christen, die Zeugnis für Eintracht und Frieden ablegten. Unter dem Schutz der heiligen Eulalia und der Gottesmutter Maria bat Leo XIV. die Gläubigen, an der Einheit der Kirche festzuhalten und gemeinsam den Weg des Evangeliums weiterzugehen. DT/jna
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