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Die Wende im Leben

Die Gleichnisse vom Schatz und der Perle zeigen: Wer Christus findet, hat den größten Schatz seines Lebens entdeckt.
News Bilder des Tages Trockener Ackerboden in Deutschland im Bundesland Niedersachsen Ackerboden im Harzer Vorland *** D
Foto: Imago/Martin Wagner | Im Ackerboden können sich verborgene Schätze befinden. Genauso kann die Entdeckung des Reiches Gottes etwas Plötzliches sein.

Die kurzen Gleichnisse, die die Liturgie heute vorlegt, bilden den Abschluss des Kapitels aus dem Matthäusevangelium, das der Rede über das Himmelreich gewidmet ist. Unter diesen finden sich zwei kleine Meisterwerke: das Gleichnis vom Schatz, der in einem Acker vergraben war, und von der besonders wertvollen Perle. Sie sagen uns, dass die Entdeckung des Reiches Gottes etwas Plötzliches sein kann wie für den Bauern, der beim Pflügen einen unverhofften Schatz findet, oder nach langer Suche wie für den Perlenhändler, der die seit Langem erträumte besonders wertvolle Perle findet.

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Diese Gleichnisse heben zwei Merkmale hervor, die den Besitz des Reiches Gottes betreffen: die Suche und das Opfer. Es ist wahr, dass das Reich Gottes allen angeboten wird. Denn es ist eine Gnade, doch es wird den Menschen nicht auf einem Silbertablett serviert, sondern es erfordert den persönlichen Einsatz. Es geht darum, sich auf die Suche zu machen, sich einzusetzen, sich zu entscheiden. Die Haltung der Suche ist die wesentliche Bedingung für das Finden. Das Herz muss brennen vor Verlangen, das kostbare Gut zu erreichen, das heißt das Reich Gottes, das in der Person Jesu gegenwärtig wird. Er ist der verborgene Schatz, die grundlegende Entdeckung, die unserem Leben eine entscheidende Wende gibt.

Angesichts der unerwarteten Entdeckung werden sich sowohl der Bauer als auch der Kaufmann bewusst, dass sie vor einer einzigartigen Gelegenheit stehen, die sie sich nicht entgehen lassen dürfen. Daher verkaufen sie alles, was sie besitzen. Die Erkenntnis des unermesslichen Wertes dieses Schatzes führt zu einer Entscheidung, die auch Opfer und Verzichte einschließt. Wenn man den Schatz und die Perle entdeckt hat – das heißt, wenn wir den Herrn gefunden haben –, darf man diese Entdeckung nicht unfruchtbar lassen, sondern muss alles andere opfern.

Aber Vorsicht: Es geht nicht darum, alles Übrige zu verachten, sondern es Christus unterzuordnen und ihn an die erste Stelle zu setzen. Der Jünger Christi ist nicht einer, der auf etwas Wesentliches verzichtet hat. Er ist jemand, der sehr viel mehr gefunden hat: Er hat die Freude in Fülle gefunden, die allein der Herr schenken kann. Das ist die dem Evangelium entsprechende Freude der geheilten Kranken, es ist die Freude der Sünder, denen vergeben worden ist, und es ist die Freude des Schächers, für den sich die Pforte des Paradieses öffnet.

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Die Freude erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer wieder die Freude wenn wir seine Nähe und tröstende Gegenwart in unserem Leben entdecken.

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