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„Gerechter Krieg“ auf der Tagesordnung

Das Programm des Konsistoriums Ende Juni steht nun fest. Papst Leo XIV. will mit den Kardinälen über die internationale Lage und künstliche Intelligenz beraten.
Leo XIV beim Konstistorium
Foto: Imago/Catholicpressphoto | Beim außerordentlichen Konsistorium Ende Juni werden die Kardinäle gemeinsam mit Papst Leo XIV. über aktuelle Herausforderungen für Kirche und Welt beraten.

Das Thema des „gerechten Kriegs“ könnte beim nächsten außerordentlichen Konsistorium behandelt werden, zu dem Papst Leo alle Kardinäle der Welt für den 26. und 27. Juni nach Rom eingeladen hat. Das geht aus einem Brief hervor, den Kardinaldekan Giovanni Battista Re am 3. Juni an das Kardinalskollegium versandt hat. Im ersten Konsistorium Leos im Januar sollte es zunächst um Evangelisierung, das Verhältnis von Weltkirche und Teilkirchen, Synodalität und die Liturgie gehen.

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Aus Zeitgründen wurde damals aber nur über die Mission der Kirche im Licht des Schreibens „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus und die Synodalität beraten, sodass die beiden Themen Kurienreform und Weltkirche sowie die Liturgie eigentlich auf der Tagesordnung der kommenden Kardinalsversammlung Ende Juni hätten stehen müssen. Das hat Papst Leo geändert. Wie aus dem Schreiben Res hervorgeht, wird die Enzyklika „Magnifica humanitas“ über den Schutz des Menschen in Zeiten der Künstlichen Intelligenz ein Schwerpunkt des Konsistoriums sein.

Treffen in vier Sitzungen gegliedert

Das Treffen der Kardinäle mit dem Papst gliedert sich in vier Sitzungen. Während die erste laut Kardinal Re die internationale Lage in den Blick nehmen soll, verbunden mit der Frage, welche Leiden und Spannungen einzelne Ortskirchen zu erdulden hätten, geht es bei der zweiten Sitzung um Kapitel 5 von „Magnifica humanitas“ und dort insbesondere um die Abschnitte 182 bis 192, die der Künstlichen Intelligenz vor dem Hintergrund der modernen Kriege sowie der „Kultur der Macht“ im Gegensatz zu einer „Zivilisation der Liebe“ gewidmet sind. In Abschnitt 192 ist dann von der notwendigen „Überwindung der Theorie des gerechten Kriegs“ die Rede, eine Forderung, die Papst Leo jetzt auf dem Flug nach Madrid nochmals bekräftigt hat.

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Die dritte Sitzung soll der Einladung der Enzyklika folgen, die heutigen Transformationsprozesse im Licht des Evangeliums zu betrachten, und die vierte und letzte Sitzung des Konsistoriums wird dem Fortgang des synodalen Weltprozesses bis zur Kirchenversammlung des Jahres 2028 gewidmet sein. Kardinal Re lädt alle Kardinäle ein, zum Abschluss des Treffens am 29. Juni auch das Hochfest Peter und Paul zusammen mit dem Papst zu feiern. Im Januar dieses Jahres waren nur 177 von 245 Kardinälen in der Welt der Einladung nach Rom gefolgt.

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