Das große Kreuz, das anlässlich der Nachtwache mit Papst Leo XIV. auf der Plaza de Lima errichtet wurde, soll dauerhaft in Madrid bleiben. Das kündigte Oberbürgermeister José Luis Martínez-Almeida am Montag bei einer Dankesfeier für die an der Organisation des Papstbesuchs beteiligten Einrichtungen an.
Das nahezu 20 Meter hohe Kreuz sei ein „ganz besonderes Geschenk“ der Erzdiözese Madrid, sagte Almeida. Derzeit prüfe die Stadtverwaltung, ob es dauerhaft an seinem bisherigen Standort verbleiben könne. „Das hätte absolut Sinn“, erklärte das Stadtoberhaupt. Sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein, werde ein alternativer Standort gesucht. In jedem Fall solle das Kreuz als „bleibendes Zeugnis dieser Tage“ sowie der „christlichen Wurzeln Madrids und der Madrider Gesellschaft“ erhalten bleiben.
Erinnerungsorte für die Päpste
Auf der Plaza de Lima, unweit des Santiago-Bernabéu-Stadions, hatte während des Papstbesuchs eine große Gebetsvigil mit Jugendlichen stattgefunden. Medienberichten zufolge nahmen daran rund 500.000 Menschen teil. Nach der Abreise von Leo XIV. begann die Stadt mit dem Abbau der temporären Anlagen. Zugleich startete die Organisation „Hazte Oír“ eine Unterschriftenkampagne für den Erhalt des Kreuzes, die nach Angaben spanischer Medien rund 46.500 Unterstützer fand.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Almeida betont, ein Ereignis dieser Größenordnung müsse im Stadtbild dauerhaft sichtbar bleiben. Neben dem Kreuz plane die Stadtverwaltung auch Erinnerungsorte für Benedikt XVI. und Johannes Paul II., die Madrid ebenfalls besucht hatten.
Die französische katholische Plattform „Tribune Chrétienne“ wertet die Entscheidung auch im Hinblick auf den für Ende September geplanten Papstbesuch in Frankreich als bemerkenswerten Kontrast. Während religiöse Symbole im öffentlichen Raum dort vielfach umstritten sind, gebe Madrid auf die Frage nach einem dauerhaften Verbleib eines solchen Kreuzes im öffentlichen Raum eine klare Antwort.
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