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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Streit in München

Priester im Loyalitätskonflikt

Der Streit in München zeigt: Die Bischöfe stecken in einer lähmenden Doppelbindungssituation zwischen römischen Vorgaben und synodalen Erwartungen in Deutschland. Kardinal Marx gibt diesen Konflikt an seine Seelsorger weiter
Dunkle Regenwolken ziehen über der Münchner Frauenkirche auf
Foto: IMAGO/Rolf Poss (www.imago-images.de) | Dunkle Regenwolken ziehen über der Münchner Frauenkirche auf. Auch Kardinal Marx befindet sich in einem Loyalitätskonflikt.

Die 26 Priester im Erzbistum München und Freising sehen sich in einem Loyalitätskonflikt, in den sie ihr Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, gebracht hat. Indes befindet sich auch Kardinal Marx in einem Loyalitätskonflikt, einem selbstverschuldeten allerdings. Der Politikwissenschaftler Mariano Barbato hat schon 2021, als es beim Synodalen Weg hoch her ging, analysiert, was geschieht, wenn die Bischöfe sich den Voten von Gremien unterwerfen: Der Kirchenfürst wird zum „Funktionär der Mehrheitsmeinung“. Da der katholische Klerus aber bereits in die kirchliche Hierarchie mit dem Papst an der Spitze eingebunden ist, entsteht eine doppelte Bindung.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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