Die Papstreise sorgt in israelischen Medien für Diskussionen. Während manche von verpassten Chancen sprechen, heben andere die symbolische Kraft seiner Friedensappelle hervor.
Die erste Auslandsreise führte Papst Leo zum Jubiläum des Konzils von Nicäa in die Türkei – nicht aus Nostalgie, sondern für die Wiedervereinigung der gespaltenen Christenheit.
Sie war eine der bedeutendsten Kirchen der Christenheit: Dass Leo XIV. bei seinem Instanbul-Aufenthalt die Sultan-Ahmet-Moschee statt der Hagia Sophia besucht, hat einen guten Grund.
Gleichklang in der Palästinafrage und volle Gleichberechtigung für Christen in der Türkei? Was der türkische Präsident in Ankara auftischte, ist nur die halbe Wahrheit.
In der Türkei fordert der Papst eine Welt „starker globaler Konflikte“ zur Umkehr auf und präsentiert seine Vision der „Einheit der Menschheitsfamilie“.
Die Missstände in der Türkei wird der Papst in Ankara allenfalls vorsichtig ansprechen. Er kommt als Fürsprecher der kleinen, verletzbaren christlichen Herde.