So viele Popsongs, Liebesfilme und auch die Gattung der Young-Adult-Romane besingen die Leidenschaft der jung Verliebten, oft auch der jung Verheirateten. Anders als in der romantischen Überhöhung ist die eheliche Sexualität nicht in jedem Fall ein Selbstläufer. Denn beide Partner bringen sich selbst in die Beziehung ein, mit all der Komplexität ihrer Vorerfahrungen. Schon die Rollenmuster von Geschwistern, Eltern und Großeltern können die eigene Freiheit beeinträchtigen, ohne dass man nach verborgenen Traumata oder unbewussten Missbrauchserfahrungen bohren müsste. Nicht jeder Mensch tut sich in der Ehe leicht mit dem richtigen Verhältnis von Nähe und Distanz. Das und so vieles will erlernt und manchmal auch durchlitten werden.
Die „Josephsehe“ als Fluchtburg?
Vom Missverständnis der frommen Enthaltsamkeit oder warum die Liebessprache des Körpers nicht verstummen darf.
