Knapp oberhalb der rechten Hand, mit der er sich bekreuzigt, etwa auf Höhe der Pulsadern, hat Götz Kubitschek ein kleines tätowiertes Kreuz, so wie es die Kopten in Ägypten tragen. Mit eben dieser Hand bekreuzigt er sich nach orthodoxer Art: Er legt Daumen, Zeige- und Mittelfinger zusammen; die Hand geht von der Stirn zur Brust und von der rechten zur linken Schulter. In seinem Arbeitszimmer hängen ostkirchliche Ikonen. Eine Tochter aus der ersten Ehe seiner Frau Ellen Kositza ist katholische Ordensschwester. Kubitschek ist gebürtiger Katholik, inzwischen aber aus der katholischen Kirche ausgetreten. Auch weil dort gegen ihn und seine Frau gepredigt worden sei, wie er erzählt.
Woran glaubt Götz Kubitschek?
Er ist ausgetretener Katholik, sympathisiert mit Orthodoxie und „heidnischem Umtrieb“. Ein Besuch bei dem Publizisten, dessen Verlag der Verfassungsschutz für gesichert rechtsextrem hält.
