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Bischof Timmerevers zurückgetreten

Nun ist es amtlich: Papst Leo XIV. hat den vorzeitigen Amtsverzicht des Bischofs von Dresden-Meißen angenommen.
Bischof Heinrich Timmerevers
Foto: IMAGO/Kirchner-Media/Thomas Haesler (www.imago-images.de) | Im Kreise der Kollegen: Bischof Heinrich Timmerevers auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz 2025. Nun ist er zurückgetreten.

Das Bistum Dresden-Meißen hat am Mittwoch den Rücktritt seines Bischofs mitgeteilt. Der entsprechenden Pressemitteilung zufolge nahm Papst Leo am selben Tag um 12 Uhr den Amtsverzicht von Bischof Heinrich Timmerevers (74) als 50. Bischof von Dresden-Meißen an. „Ich spüre, dass die vielfältigen Herausforderungen und Aufgaben in dieser Verantwortung enorme Kraft gekostet haben“, erklärte Bischof Timmerevers. „Daher habe ich beschlossen, die Leitung unseres Bistums Dresden-Meißen, das mir in den zehn Jahren meiner Amtszeit sehr ans Herz gewachsen ist, in jüngere Hände zu übergeben. Ich hatte daher bereits vor einigen Monaten in Rom um Entpflichtung gebeten und habe dieses Ersuchen dem Heiligen Vater auch im persönlichen Gespräch bei einer Audienz erläutert.“

Für den Rücktritt gebe es „keinen äußeren Anlass oder akute gesundheitliche Gründe“, so Timmerevers. Aber: „Dieses Bistum benötigt weiterhin eine Leitung mit uneingeschränkter Tatkraft. Ich spüre zugleich, dass das Alter und die zahlreichen Aufgaben auch bei mir ihre Spuren hinterlassen haben.“

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Der 2. September ist zugleich der 25. Weihetag Heinrich Timmerevers’ zum Bischof und liegt ein knappes Jahr vor seinem 75. Geburtstag am 25. August 2027, einem Termin, zu dem Bischöfe normalerweise dem Papst ihren Rücktritt anbieten. Seit dem 27. August 2016 hat Bischof Timmerevers die Diözese geleitet. Zuvor wirkte er als Weihbischof des Bistums Münster als Bischöflicher Offizial in Vechta.

Bistum bestätigt Kritik an Umgang mit Missbrauchskrise ein

Zuerst hatte die Zeitschrift „Publik Forum“ am gestrigen Dienstag über den bevorstehenden Rücktritt berichtet und dabei auch in den Raum gestellt, Grund für den Rücktritt könne Kritik im Zusammenhang mit dem Umgang Timmerevers’ mit der Aufarbeitung der Missbrauchskrise sein. In der nun vom Bistum veröffentlichten Pressemitteilung heißt es diesbezüglich nur, der Bischof habe sich für die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsthematik im Bistum engagiert, „stieß dabei allerdings bisweilen auch auf heftigen Widerstand von Kritikern“. Am Mittwoch Nachmittag sagte Timmerevers nach einem Bericht der KNA dann vor Journalisten, die Kritik an seinem Umgang mit der Aufarbeitung sei „nicht der Grund gewesen, jetzt das Handtuch zu werfen“.

Mit einem feierlichen Gottesdienst am Samstag in der Dresdner Kathedrale und anschließendem Festakt im Haus der Kathedrale hatte sich das Bistum bislang auf das Silberne Bischofsweihe-Jubiläum Timmerevers’ vorbereitet. Nun wird das Jubiläumsfest zugleich die Verabschiedung des Bischofs. DT/reg/jra

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