Mariathon

„Mariathon“ bei Radio Horeb: Glauben Afrikas stärken

Der „Mariathon“ bei Radio Horeb fand vom 13. bis 15. Mai statt.
Hörer von Radio Horeb  wollen afrikanische Glaubensgeschwister tatkräftig unterstützen
Foto: Simon Egle | Auch in diesem Jahr wollen die Hörer von Radio Horeb ihre afrikanischen Glaubensgeschwister tatkräftig unterstützen.

Wieso ist das Tote Meer eigentlich „tot“? Der Jordan fließt in das Tote Meer hinein, es gibt aber keinen Abfluss – dies macht das Wasser extrem salzig, lebensfeindlich und ungenießbar. Sogar das ganze Land um das Tote Meer ist davon betroffen. Im geistlichen Leben gibt es eine ähnliche Gefahr: Wenn man nur nimmt, dann wird man ungenießbar und letztlich geistlich tot. Auf der anderen Seite ist das Geben eine Möglichkeit, geistlich zu wachsen.

„Besonders beeindruckt hat mich die enorme Dankbarkeit der Hörer,
dass sie mit ihren Spenden am Projekt Mariathon teilhaben können.“

Lesen Sie auch:

Diese Gesetzmäßigkeit im Nehmen und Geben durfte auch Radio Horeb in seiner 25-jährigen Geschichte intensiv erleben. Als deutsche Radio Maria-Station hatte Horeb 1996 durch Radio Maria Italien die nötige finanzielle Starthilfe bekommen. 2016 durfte der Sender, der heute über DAB+ bundesweit zu hören ist, eine tiefe Erfahrung des Gebens machen. Inspiriert von der zündenden Idee des damaligen Präsidenten der Radio Maria-Weltfamilie Emanuele Ferrario übernahm Radio Horeb spontan als Spendenprojekt den Aufbau einer Radiostation im Marienerscheinungsort Kibeho in Ruanda.

In nur drei Tagen war das Sendestudio finanziert. Die Begeisterung der Hörer, die Botschaft, die die Mutter Gottes in Kibeho gegeben hat, durch Radio Maria weltweit hörbar zu machen, war immens. Der einzige von der katholischen Kirche anerkannte Marienerscheinungsort in Afrika (Marienerscheinungen von 1981-1989) hat seither die Möglichkeit, Gottesdienste, Gebetszeiten und Radiosendungen weltweit zu übertragen.

Der „Mariathon“ ist alljährlich ein Riesenerfolg

Lesen Sie auch:

Der missionarische Eifer der Hörer von Radio Horeb blieb nicht im Jahr 2016 stehen. Der Mariathon, der zunächst aus ein paar einzelnen Sendungen bestand, hat sich inzwischen zu einem jährlichen Großprojekt entwickelt. An drei Tagen im Mai wird das Radioprogramm komplett auf dieses Thema umgestellt, damit der missionarische Eifer über das Radio in jedes Wohnzimmer gelangt.

In den letzten Jahren konnten mehrere Radiostationen errichtet werden – vor allem in Afrika. Erst vor wenigen Wochen wurde beispielsweise in Kenia eine Frequenz für den Großraum Nairobi eingeweiht. Vergangene Woche wurde ein Studio in Abuja, der Hauptstadt Nigerias, eröffnet. Nigeria bleibt auch in diesem Jahr das wichtigste Anliegen des Mariathons. Nachdem die Hauptstadt versorgt ist, sollen zehn neue Sendefrequenzen große Teile des Landes erreichen. Die Dringlichkeit zeigt sich in diesem Land angesichts der Christenverfolgungen. 70 von 100 christlichen Märtyrern kommen statistisch aus Nigeria.

Auch an die Christen des Nahen Ostens wird gedacht

Beim diesjährigen Mariathon wird der emeritierte Erzbischof von Abuja, Kardinal John Olorunfemi Onaiyekan, am Standort von Radio Horeb in Balderschwang zu Gast sein, um über die Notwendigkeit von Radio Maria für sein Land zu berichten und gemeinsam mit den Hörern des Radios für die Projekte des Mariathons zu beten. Weitere afrikanische Projekte der diesjährigen Spendenaktion liegen im Südsudan, in Gabun, Malawi, Angola, Mosambik und Tansania. Diesen Ländern soll im Sinne des Charismas von Radio Maria ein Radioprogramm mit Gebetszeiten als Grundstruktur und mit Sendungen zu den Themen Spiritualität, Katechismus und Lebenshilfe geboten werden.

Der Mariathon bleibt nicht in Afrika stehen. Bereits im vergangenen Jahr wurde für ein Studio im krisengeschüttelten Libanon gesammelt. Die Hauptstadt Beirut soll der Standort für den neuen Sender sein. Dieses Jahr werden Radiostationen im Irak, Jordanien, Ägypten und Syrien unterstützt. Neben diesen Projekten sind Studios an marianischen Wallfahrtsorten weltweit im Blick: Fatima, Guadalupe, Kibeho und Medjugorje. Die Aktion „Mit Maria auf dem Weg“ der Radio Maria-Weltfamilie hat den Nutzen dieser Studios deutlich gemacht. Regelmäßig werden die über 90 Radio Maria-Stationen und zigmillionen Hörer rund um den Globus zum gemeinsamen Gebet des Rosenkranzes verbunden, der von einem dieser Wallfahrtsorte übertragen wird.

DIe Spender freuen sich über die Gelegenheit zur Spende für sinnvolle Projekte

Wer gibt, wird reich beschenkt: Dies ist eine Erfahrung, die viele Hörer von Radio Horeb beim Mariathon machen dürfen. Ingrid Leiser, die Radio Horeb als eine von über 50 Ehrenamtlichen an der Spendenhotline unterstützt, durfte das im vergangenen Jahr erleben: „Besonders beeindruckt hat mich die enorme Dankbarkeit der Hörer, dass sie mit ihren Spenden am Projekt Mariathon teilhaben können.“ Auch dieses Jahr wird die Ärztin aus Frankfurt gemeinsam mit ihrem Mann mehrere Tage in Balderschwang verbringen, um den Mariathon vom 13. bis 15. Mai zu unterstützen. Interessierte können bereits jetzt via horeb.org weitere Informationen erhalten.


Die Radio Horeb Spendenhotline erreichen Sie über diesen Link

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Michael Wielath Emanuele Ferrario John Olorunfemi Kardinal Onaiyekan Kardinäle Katechismus Radio Horeb Radio Maria

Kirche

Hannelore Baier zeigt in „Überwachung und Infiltration“ die Unterdrückungsstrukturen des kommunistischen Regimes in Rumänien am Beispiel der Evangelischen Kirche auf.
04.07.2022, 07 Uhr
Jürgen Henkel
Wer lernt, überlebt: Was die Kirche in Deutschland vom Weltfamilientreffen mitnehmen sollte.
02.07.2022, 07 Uhr
Franziska Harter
Forschungsprojekt bringt einen Fall aus dem Erzbistum Paderborn ans Licht. Nach Angaben des Erzbistums hat Becker, zu jener Zeit Personaldezernent, gemäß der damaligen Rechtslage gehandelt.
01.07.2022, 11 Uhr
Meldung
Kirchliche Stimmen begrüßen die Aussicht auf besseren Lebensschutz Ungeborener – Deutscher Familienbischof kritisiert Härte der Auseinandersetzung .
03.07.2022, 19 Uhr
Maximilian Lutz
Der klassische römische Ritus ist weder tot noch in seiner Existenz gefährdet. Daran ändert auch das neue Papstschreiben nichts.
30.06.2022, 11 Uhr
Regina Einig