Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Benedikt XVI.

Restauration statt Aufbruch? 

Wohin Benedikt XVI. mit der Liturgie wollte.
WohinPapst Benedikt XVI. mit der Liturgie wollte.
Foto: imago stock&people

Pfarrer Guido Rodheudt vom traditionsbewussten „Netzwerk katholischer Priester“ erinnert in einem Beitrag für die „Tagespost“ an die Bedeutung, welche die Liturgie im Leben und Wirken des verstorbenen Papstes Benedikt XVI. besaß:

Lesen Sie auch:

Beständige Kritik 

„Liturgie ist im Verständnis Benedikts XVI. niemals eine esoterische Dreingabe, sondern vielmehr das sichtbare und klingende Vermächtnis Christi, dieser Welt jetzt schon eine greifbare Ahnung ihrer Vollendung zuteilwerden zu lassen, weswegen man ihr eben gerade nicht zu entfliehen braucht. Im Sinne der Verteidigung dieser Grundidee, dass die Zeit die Ewigkeit braucht, um nicht an sich selbst zu verzweifeln, und dass deswegen der Gottesdienst die vornehmste Insel der Rettung inmitten aller Vergänglichkeit ist, erhob Joseph Ratzinger als Theologe und als Papst seine beständige Kritik an der Verflachung des Festes des Glaubens und an der missverständlichen bis missbräuchlichen Behandlung des Ritus als funktionale Performance.“

Benedikt habe, so Rodheudt, „in Liturgie und Kirchenmusik eine Umkehr zu den Quellen der Zukunft“ gefordert. „Die darin liegende neue Inbesitznahme des liturgischen Erbes, das bis in die apostolische Zeit zurückreicht und sich über die Jahrhunderte und ihre diversen Aufklärungen, Emanzipationen und Paradigmenwechsel in seinem Kern als unwandelbar erwiesen hatte, fasste er in dem im Jahre 2001 geprägten Begriff der ,Reform der Reform‘ zusammen.“ DT/mee

Pfarrer Rodheudt über Benedikt XVI. und die Liturgie. Lesen Sie den ganzen Text in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

Themen & Autoren
Vorabmeldung Jesus Christus Liturgie Pfarrer und Pastoren Päpste Tod von Papst Benedikt XVI.

Weitere Artikel

Bei der dritten Ausgabe des Altöttinger Benedikt-XVI.-Forums steht Heilung im Mittelpunkt. Wie kann der Glauben dabei helfen? Ein Bericht.
07.07.2026, 15 Uhr
Athinea Andryszczak

Kirche

Gefährliches Spiel: Mit einem Antrag, der vorgibt, Pro Familia Fördergelder entziehen zu wollen, sollen Lebensrechtler umarmt und der Union Stammwähler entzogen werden.
11.07.2026, 14 Uhr
Stefan Rehder
Das Gleichnis vom Sämann zeigt: das Evangelium ist vor allem dann fruchtbar, wenn der Mensch es nicht nur hört, sondern auch danach lebt.
11.07.2026, 21 Uhr
Ludger Schwienhorst-Schönberger 
Unerlaubte Bischofsweihen und Exkommunikation: Weit weg von Rom, in Écône, spürt man die Last eines historischen Moments jenseits der roten Linie.
09.07.2026, 09 Uhr
Alexander von Schönburg
Die Rede von Leo XIV. vor dem spanischen Parlament war keine Premiere. Schon öfter haben Päpste vor Parlamenten das Wort ergriffen.
11.07.2026, 15 Uhr
Christoph Münch