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In dubio pro Potter

Viele Christen schwingen schnell den Holzhammer, wenn es um „Harry Potter“ geht. Der Vorwurf: Seine Geschichte soll Leser zum Schlechten verführen. Doch man kann auch zu einem anderen Urteil kommen.
Die Harry-Potter-Statue am Leicester Square. Auch für Christen gibt es gute Gründe, sich mit Rowlings berühmter Buchreihe zu beschäftigen.
Foto: Dominic Lipinski (PA Wire) | Die Harry-Potter-Statue am Leicester Square. Auch für Christen gibt es gute Gründe, sich mit Rowlings berühmter Buchreihe zu beschäftigen.

Dass die Liebe über den Tod siegt, ist zentraler Bestandteil der österlichen Botschaft. Dieser Glaube strukturiert auch die Geschichte von Harry Potter, dem berühmten Zaubererjungen mit der Blitznarbe. Seinen Kampf gegen das Böse kann Harry immer nur überwinden, indem er Leiden und Tod aus Liebe auf sich nimmt. Dass diese Geschichte seit ihrer Ersterscheinung vor 25 Jahren, am 25. Juni 1997, ein Milliardenpublikum begeistert, kann für Christen ein Zeichen der Hoffnung sein.

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Fantasy prägt Glaube

Abenteuergeschichten, die den Glauben formen und in denen Magie vorkommt, gab es auch schon vor Harry Potter, wie die Kinderbücher von C.S. Lewis. Dessen eigene Konversion prägte seine Lektüre der Fantasy-Bücher des Katholiken George McDonald. Wie Lewis verknüpft auch Rowling in ihrer Buchreihe das Magische mit dem ganz Alltäglichen.

Die Britin verarbeitet aber nicht nur explizit christliches Gedankengut. Ihre Zaubererwelt erinnert an Märchen, in der die ganze Welt – Gegenstände, Tiere und Natur – auf den Menschen und sein Schicksal hinbestimmt ist. Damit spricht sie zwei menschliche Bedürfnisse des Menschen  an: Daran zu glauben, dass seine Existenz eine Bedeutung hat, die sich nicht in der Materie erschöpft, und dass die Welt auch ihm in seinem individuellen Leben die Frage von Gut oder Böse stellt. DT/sdu

Mehr über das Phänomen „Harry Potter“ und wie es zur Vertiefung christlichen Glaubens beitragen kann, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der „Tagespost“.

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