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Der Korruptionsskandal ist kein Dealbreaker

Wer sich jetzt enttäuscht von der Ukraine abwendet, weil er in Kiew das Bollwerk westlicher Rechtsstaatlichkeit sah, begeht einen Denkfehler. In Putins Krieg geht es nicht um Werte, sondern um materiale Macht.
Trump, Meloni, Merz, Macron in einer Reihe mit Präsident Selenskiy beim multilateralen Treffen im Weißen Haus.
Foto: IMAGO/Handout/White House (www.imago-images.de) | Trump, Meloni, Merz, Macron in einer Reihe mit Präsident Selenskiy beim multilateralen Treffen im Weißen Haus.

Historiker sind vielleicht zynisch, aber als Gedächtnis der Welt können sie nicht anders, als die Gegenwart unter dem Blickwinkel einer Vergangenheit zu betrachten, für die viele der Fortschritte der Moderne nur ein kurzes Augenzwinkern darstellen. Aus dieser Perspektive fällt auf, wie die westliche Haltung gegenüber dem Ukraine-Krieg rechts wie links wesentlich emotional und moralisch begründet wird: Auf der einen Seite diejenigen, welche in Pokrovsk wie vorher am Hindukusch die „westlichen Werte“ verteidigt sehen; auf der anderen die, welche in Russland den Verteidiger des konservativen Abendlands gegen alle Verschwörungstheorien der Welt ausmachen.  Beiden ist gemeinsam, dass sie einen schrecklichen Krieg, der vor ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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