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Weihbischof Schwaderlapp stellt sein Lieblingsbuch vor

Neue Serie in der Tagespost. In der ersten Folge stellt der Kölner Weihbischof "Fabiola oder die Kirche der Katakomben" vor. Der Roman erzählt über die frühe Kirche.
Weihbischof Schwaderlapp stellt "Fabiola oder die Kirche der Katakomben" vor.
Foto: Angelika Zinzow (KNA) | Der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp stellt in der Tagespost sein Lieblingsbuch vor.

Der Roman „Fabiola oder die Kirche der Katakomben“ des englischen Kardinals Nicholas Wiseman steht im Mittelpunkt des ersten Beitrags der neuen „Tagespost“-Serie „Mein Klassiker“. Der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp stellt sein Lieblingsbuch vor und erläutert in einem persönlich gehaltenen Artikel, warum dieses Buch über die Christen in der verfolgten Urkirche ihn besonders fasziniert.

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Drama des Kampfes

„Fabiola“ ist aus Sicht Weihbischof Schwaderlapps keine Apologie gegen die anglikanische Kirche. Vielmehr gehe es dem Autor um das Drama des Kampfes zwischen Heiligkeit und Sünde. Menschliche Größe finde sich in diesem Buch ebenso wie Sünde und Bosheit. Doch bei allem klingt immer wieder die Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit durch. Die Frage, welche Inspirationen er aus der Lektüre dieses Buches gewonnen habe, beantwortet Schwaderlapp klar: „Die Heiligen sind die Antwort Gottes auf die Nöte jeder Zeit!“

Nie privilegiert 

Darüber hinaus sei ihm bei der Lektüre bewusst geworden, dass die Kirche in den ersten Jahrhunderten zwar nicht immer verfolgt, aber nie begünstigt worden sei. Sie habe weder über Institutionen verfügt, noch gesellschaftliche Anerkennung gefunden oder gar Privilegien genossen. Und dennoch sei es der Kirche der Katakomben gelungen, die Gesellschaft mit dem Evangelium zu durchdringen, so dass das Christentum wenige Jahrzehnte nach dem „Toleranzedikt“ des Kaisers Konstantin Staatsreligion geworden sei.

Wörtlich schreibt Weihbischof Schwaderlapp: „Wie konnte das gelingen? Im Roman bedienen die vornehme Fabiola diverse Sklavinnen. Eine davon – Syra – ist Christin. Fabiola behandelt sie ungerecht und erniedrigend. Doch Syra antwortet mit aufrichtiger Liebenswürdigkeit. Als ihr eine Möglichkeit eröffnet wird, Fabiola zu verlassen, schlägt sie diese aus. Dieses Beispiel der Liebe ist es, die Fabiola dazu führt, ihr Herz für Christus zu öffnen.“ DT/reg

Eine ausführliche Besprechung des Romans "Fabiola oder die Kirche der Katakomben" lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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