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Neuer Rekord in Frankreich: 12.000 Menschen lassen sich taufen

Seit Jahren steigt die Zahl der Katechumenen in Frankreich stetig. Die größte Altersgruppe: junge Menschen zwischen 18 und 25.
Eine Wasserkaraffe und Chrisamöl in einem Glasflakon stehen am Rande des Taufbeckens für eine Taufe bereit.
Foto: David-Wolfgang Ebener (dpa) | Eine Wasserkaraffe und Chrisamöl in einem Glasflakon stehen am Rande des Taufbeckens für eine Taufe bereit.

In tausenden Gemeinden Frankreichs wird das kommende Osterfest ein besonderes Erlebnis sein: 7.135 Erwachsene und über 5.000 Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren werden sich dieses Jahr während der Feier der Osternacht taufen lassen, insgesamt eine Rekordzahl von über 12.000 Personen. Im Vergleich dazu: Im Deutschland wurden 2022 1.648 Jugendliche (ab 14 Jahren) und Erwachsene getauft. 

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Seit 2002 veröffentlicht die französische Bischofskonferenz jedes Jahr eine Statistik zu den Täuflingen im Jugend- und Erwachsenenalter. Seit Jahren steigt die Zahl der Katechumenen in Frankreich stetig an, doch zwischen 2023 und 2024 wächst sie rasant: um 31 Prozent bei den Erwachsenen, um das Doppelte bei den Jugendlichen. „Es handelt es hier nicht nur um ein Aufholen nach der Corona-Pandemie, sondern eine Grundtendenz", erklärt Catherine Chevalier, Leiterin des nationalen Dienstes für Katechese und Katechumenat bei der Französischen Bischofskonferenz, anlässlich der Präsentation der Zahlen.
Den stärksten Anstieg verzeichnet die Altersgruppe zwischen 18 und 25 – ein Drittel der Neugetauften befindet sich in diesem Alter, während es vor der Corona-Pandemie nur ein knappes Viertel waren. Damit fällt der Altersdurchschnitt der Katechumenen seit 2019 von 40 auf 30 Jahre; vier von fünf der Neugetauften ist heute jünger als 40. Eine wichtige Rolle nehmen die Studentengemeinden ein; ein Großteil der Neugetauften stammt aus dem studentischen Milieu und kommt über Kommilitonen mit dem Glauben in Berührung.

Kein einheitliches Profil der Katechumenen

„Es ist schwierig, ein einheitliches Profil dieser jungen Menschen zu erstellen, da ihr sozialer Hintergrund und ihre Motivationen so unterschiedlich sind wie ihre geografische Verteilung, aber ihnen ist gemeinsam, dass sie eine spirituelle Erfahrung gemacht und eine persönliche Begegnung mit Christus gehabt haben“, erklärt Vincent Breynaert, der Beauftragte der Bischofskonferenz für die Jugendpastoral. „Viele der jungen Menschen berichten, dass sie von der Schönheit einer Liturgie, der beruhigenden Stille einer Kirche oder dem Zeugnis eines Freundes berührt wurden“, erklärt der Priester, der auch auf die Anwesenheit von 45.000 jungen Franzosen beim Weltjugendtag hinweist.

Die Zahl der Neugetauften nimmt in fast allen der 104 französischen Bistümer zu. Die französischen Bischöfe stellen ebenfalls fest, dass die Anzahl der Täuflinge aus ländlichen Gebieten signifikant ansteigt. Nach wie vor stammt eine Mehrheit der Neugetauften aus Familien mit christlichem Hintergrund. Dieser Anteil sinkt jedoch von Jahr zu Jahr, während die Gruppe derer, die keinerlei religiösen Hintergrund haben, stetig zunimmt und dieses Jahr 25 Prozent erreicht. Der Anteil der Konvertiten aus anderen Religionen bleibt stabil: Fünf Prozent der Neugetauften stammen aus dem Islam, fünf Prozent aus einer gemischt-religiösen Familie mit einem christlichen und einem nicht-christlichen Elternteil. DT/fha

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