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Christlicher Hilferuf aus Jerusalem

Zu Ostern werden nur wenige Pilger erwartet. Es ist Zeit, an die Christen im Heiligen Land zu denken.
Pierbattista Pizzaballa, lateinische Patriarch von Jerusalem
Foto: IMAGO/Vandeville Eric/ABACA (www.imago-images.de) | Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, rechnet mit weniger Pilgern zu Ostern, aber die Heiligen Stätten dürfen besucht werden.

Aus dem Heiligen Land kommen in dieser Woche endlich gute Nachrichten: Die Kirchen haben durchgesetzt, dass die Christen in den Palästinensergebieten Genehmigungen erhalten, um die Karwoche an den Heiligen Stätten in Jerusalem feiern zu dürfen. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem rechnet zwar zu Ostern mit insgesamt weniger Pilgern als üblich, erwartet aber immerhin einige tausend Gläubige.

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Dass die Christen im Heiligen Land vor dem Hintergrund des Kriegs in Osteuropa und der kirchenpolitischen Auseinandersetzungen nördlich der Alpen nicht aus dem Blick geraten, ist Aufgabe der Kirchen. Denn nach dem jahrelangen Exodus der Christen aus Israel ist ihre Zahl inzwischen so überschaubar, dass sie allzu leicht übersehen werden. Dabei ist die christliche Präsenz an den Heiligen Stätten eine Voraussetzung dafür, dass das Heilige Land kein Museum wird.

Nur wenige Anmeldungen zu Ostern 

Der Gaza-Krieg hält die Pilger derzeit von Heilig-Land-Reisen ab: Statt 4500 Buchungen für katholische Gottesdienste in der Heiligen Woche und der Osterzeit haben sich derzeit nur einige hundert Gläubige angemeldet. Doch der Lateinische Patriarch ermutigt ausdrücklich zu Pilgerfahrten – trotz des Krieges. Pilger seien immer ein Zeichen des Friedens, appellierte Erzbischof Pierbattista Pizzaballa. Gut, dass immerhin zwei deutsche Bischöfe – Kardinal Woelki und Bischof Wilmer – nach Kriegsausbruch die Christen im Heiligen Land besucht haben.

Es ist Zeit für ein tägliches öffentliches Friedensgebet in den Kirchen in Deutschland. Die Christen im Heiligen Land hatten schon vor dem Krieg einen schweren Stand, da der pandemiebedingte Einbruch der Pilgerfahrten ihre Existenzgrundlage betraf. Inzwischen herrscht in Teilen des Heiligen Landes Hunger. Der Hilferuf des Patriarchen verdient eine Antwort: Die Ausgaben für den Synodalen Weg belasten das Gewissen vieler deutscher Kirchensteuerzahler immer stärker. Angesichts des unverschuldeten Elends der Christen im Heiligen Land sind sie nicht vermittelbar.

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