Kommentar um "5 vor 12"

Mein Wille geschehe

Die neu dem Synodalen Weg beigetretene Katharina Geskes fordert die Weihe von Frauen. Falls die gewünschte Kirchenreform nicht eintreten sollte, will sie aus der Kirche austreten. Ihre Einstellung ist entlarvend für die Sichtweise Vieler im Synodalen Weg auf die Kirche.
Frauen demonstrieren für Frauenweihe
Foto: Friso Gentsch (dpa) | Katharina Geskes fordert, "dass Frauen wenigstens zu Diakoninnen geweiht werden dürfen." Einige ihrer Freundinnen würden einen Ruf zur Preisterweihe verspüren, so die 21-Jährige im Interview mit katholisch.de.

„Für den Fall, dass in den kommenden Jahren keine Reformen gemacht werden, habe ich in meinem Kopf schon meinen Antrag zum Kirchenaustritt formuliert.“ Mit diesen Worten äußerte sich die 21-jährige Katharina Geskes in einem Interview mit katholisch.de (Dienstag) zum Synodalen Weg, dem sie seit kurzem angehört. 

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Kirche als Dienstleisterin gesehen

Die Aussage der jungen Studentin der sozialen Arbeit ist entlarvend für die Einstellung  vieler Mitglieder des Synodalforums zur Kirche: Sie wird nicht als Ort der Gottesbegegnung gesehen, an dem in erster Linie der Wille Gottes für sich selbst und die Kirche als Ganzes gesucht wird, sondern die Kirche gilt als Dienstleisterin, in der man im Gegenzug für die Kirchensteuer erwartet zu bekommen, was man will - oder man geht eben.

Geskes, die im Diözesanvorstand der Katholischen Landjugendbewegung aktiv ist, fordert konkret „dass Frauen wenigstens zu Diakoninnen geweiht werden dürfen. Warum sollte es da keine Sonderregelung für Deutschland geben?! Am schönsten fände ich es, wenn Frauen auch die Priesterinnenweihe offenstehen würde, aber das ist aktuell wohl auf gar keinen Fall zu machen.“ Einige ihrer Freundinnen verspürten die Berufung, Priesterin zu werden. Dass sie mit diesem Wunsch nirgendwo hingehen könnten, sei extrem schmerzhaft.

Den Blick neu auf Jesus richten

Zu prüfen woher dieser vermeintliche Ruf kommt, scheint den jungen Frauen nicht in den Sinn gekommen zu sein. Denn ein Ruf Gottes, der seinem eigenen Willen widerspricht, kann letztendlich nicht von Gott kommen. Dass Jesus bei der Einführung der Eucharistie – dem letzten Abendmahl - nur männliche Jünger um sich versammelte, war sicher kein Zufall. In einer Zeit also, in der emotionale Diskussionen und hitzige Gemüter dominieren, sollte jeder seinen Blick neu auf Jesus richten und ohne Rücksicht auf den eigenen Willen fragen: „Herr, was willst du?“ Schließlich ist es nicht unsere Kirche, sondern seine. 

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