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Kardinal Pell in Rom gestorben

Der Kurienkardinal war Koordinator des Wirtschaftsrates und wurde 2018 zu Unrecht verurteilt.
Kardinal Pell
Foto: imago-images.de | Kardinal George Pell ist in Rom gestorben.

Der australische Kurienkardinal George Pell ist im Alter von 81 Jahren in Rom gestorben. Pell war von 2014 bis 2017 verantwortlich für Wirtschafts- und Finanzfragen des Vatikans. Der Kardinal versuchte als Koordinator des vatikanischen Wirtschaftsrates, mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in die Vatikanfinanzen zu bringen. 2018 geriet Pell weltweit in die Schlagzeilen, als er von einem Strafgericht in Melbourne wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs zu Unrecht zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. 2020 wurde er in letzter Instanz freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen. Nach seiner Freilassung kehrte er nach Rom zurück. 
Am Begräbnis von Benedikt XVI. hatte Pell noch teilgenommen. Danach unterzog er sich kurz vor seinem Tod einem chirurgischen Eingriff.

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Erzbischof und Kardinal

George Pell wurde am 8. Juni 1941 in Ballarat im australischen Bundesstaat Victoria geboren und mit 25 Jahren zum Priester geweiht. Nach mehreren Stationen in Seelsorge und Hochschule ernannte ihn Papst Johannes Paul II. 1987 zum Weihbischof in Melbourne und 1996 zum Erzbischof dort. Im Jahr 2001 wurde Pell Erzbischof von Sydney. Ins weltkirchliche Rampenlicht trat Pell als Gastgeber des Weltjugendtags in Sydney 2008. Papst Franziskus ernannte ihn 2014 zum Leiter des neugegründeten vatikanischen Wirtschaftssekretariates. Aufgrund der unberechtigten Missbrauchsvorwürfe war der Kardinal seit Juni 2017 als Finanzchef beurlaubt, wurde später aber rehabilitiert. DT/pwi/KAP


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